
Das neue Hubble Ultra Deep Field.
(NASA, ESA, G. Illingworth (UCO/Lick Observatory
und University of California, Santa Cruz),
R. Bouwens (UCO/Lick Observatory und Leiden University),
und das HUDF09 Team)
Seinen bislang tiefsten Blick in den Kosmos hat das Weltraumteleskop Hubble geworfen. Die neue Infrarot-Aufnahme, erstellt mit der im Mai dieses Jahres neu installierten Wide Field Camera 3, zeigt Galaxien aus der frühesten Kindheit des Universums – lediglich 600 Millionen Jahre nach dem Urknall !
Der Forscher Garth Illingworth von der University of California und seine Kollegen ließen Hubble insgesamt 48 Stunden lang auf einen Fleck am Himmel starren, den das Teleskop bereits vor einigen Jahren sehr ausführlich gemustert hatte. Dank der langen Belichtungszeit sind auf der neuen Aufnahme selbst Objekte zu erkennen, deren Lichtintensität nur ein Milliardstel jenes Wertes erreicht, bei dem sie im sichtbaren Wellenlängenbereich gerade noch mit bloßem Auge erkennbar wären.
Hubble’s deepest view of Universe unveils never-before-seen galaxies
Image: Hubble’s Deepest View of Universe Unveils Never-Before-Seen Galaxies
Reinvigorated Hubble Space Telescope Reveals Most Distant Galaxies Yet

Aufnahmen aus dieser frühen Zeit sind nur im tiefen Infrarotbereich möglich. Das lässt erahnen, welche Entdeckungen mit dem James Webb Space Telescope, das auf diesen Spektralbereich spezialisiert ist, ab 2013 zu erwarten sind.
In der Tat wird uns das James Webb Space Telescope einige neue Einblicke in den Kosmos ermöglichen. Doch allein schon die Technik hinter der hier vorgestellten Hubble-Aufnahme ist beachtlich: die Wide Field Camera 3 (WFC3) ist etwa 35 Mal besser als die Infrarotkamera in der Advanced Camera for Surveys (ACS) und übertrifft das Near Infrared Camera and Multi-Object Spectrometer (NICMOS) um das 20-fache!