Am 2. September 2009 starteten die MIT-Studenten Oliver Yeh, Justin Lee und Eric Newton einen nur 350 Gramm schweren, mit Helium gefüllten Wetterballon von einem Feld in Sturbridge, Massachusetts. Der Ballon trug eine gebrauchte 7,1-Megapixel-Digitalkamera, die so programmiert war, dass sie alle 5 Sekunden eine Aufnahme machte. Ein GPS-fähiges Prepaid-Handy wurde dazu benutzt, die jeweiligen Koordinaten des Ballons per SMS an die Studenten zu übermitteln. Um die Elektronik vor Kälte zu schützen, packte das Team ihre Nutzlast in eine Styropor-Kühlbox. Nach vier Stunden erreichte der Ballon eine Gipfelhöhe von rund 28.350 Metern über der Erdoberfläche. In dieser Höhe ist die Erdkrümmung gerade noch sichtbar. Kurz nach Erreichen seiner Gipfelhöhe platzte der Wetterballon und die „Sonde“ schwebte per Fallschirm zur Erde hinab. Dies dauerte ungefähr 40 Minuten. Das Team fand die Nutzlast schließlich auf einem unbebauten Grundstück etwa 32 km vom Startplatz entfernt.


Der Weltraum beginnt nach Definition der Internationalen Aeronautischen Vereinigung zwar erst bei 100 Kilometern Höhe, aber trotzdem sehr beindruckend, was mit wenig Geld (und ohne, dass die Industrie daran verdient) erreicht werden kann. Die Krümmung des Horizonts ist tatsächlich deutlicher als an Bord eines Verkehrsflugzeugs sichtbar.