Ausgetrocknete Seen in Einschlagbecken auf dem Mars

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Die polygonförmigen Risse in den Einschlagbecken
auf dem Roten Planeten
ähneln auf verblüffende Weise den Rissen,
die man hier auf der Erde in ausgetrockneten Seen vorfindet.
(NASA/JPL)

Bei den Netzwerken aus riesigen polygonalen Trögen, die in Einschlagbecken auf dem Mars gefunden wurden, handelt es sich in Wahrheit um Risse, die durch die Verdunstung von Seen entstanden sind. Diese polygonalen Landschaftsformen hatte man zunächst der thermischen Kontraktion im Mars-Permafrost zugerechnet. Ähnliche Landschaftsformen hatte die Raumsonde Phoenix in der Nähe des Marsnordpols vorgefunden. Wie sich nun herausstellte, können thermische Kontraktionen keine polygonalen Tröge dieser Größe hervorrufen.
Bereits seit längerem gibt es Hinweise darauf, dass der Mars vor 4,6 bis 3,8 Milliarden Jahren in signifikanten Mengen von Wasser bedeckt war. Regen- und Flusswasser hat sich zu dieser Zeit höchstwahrscheinlich auch in Einschlagbecken gesammelt – wodurch sich Seen bildeten, die für mehrere tausend Jahre bestanden haben mögen, bevor sie schließlich austrockneten.

Patterns in Mars crater floors give picture of drying lakes

wissenschaft.de – Im Marsboden klaffen Spalten von bis zu 10 Metern