
Aufnahme des Asteroiden (93) Minerva.
Die beiden grünen Kreise
zeigen die Positionen
der beiden neu entdeckten Monde an.
(Franck Marchis)
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(93) Minerva, am 24. August 1867 von J. C. Watson entdeckt, gehört zum Asteroiden-Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter. Benannt wurde der Himmelskörper nach Minerva, der Göttin der Weisheit aus der römischen Mythologie.
Ein Team von Astronomen um Franck Marchis von der University of California in Berkeley konnte nun mit Hilfe der adaptiven Optik des Keck-Teleskops auf Hawaii zwei kleine Monde nachweisen, die den etwa 140 km großen Asteroiden umkreisen. Die Monde haben einen Durchmesser von 3 respektive 4 km und befinden sich in einem Abstand von 380 bzw. 630 km vom Zentralobjekt.
Derzeit sind nicht viele Asteroiden-Dreifach-Systeme bekannt. So wissen wir, dass (45) Eugenia, (87) Sylvia und (216) Kleopatra jeweils zwei Monde besitzen. Die Mehrzahl dieser Monde wurde übrigens vom gleichen Team entdeckt, dass jetzt die Satelliten von (93) Minerva gefunden hat.
Warum sind Asteroiden-Dreifach-Systeme so interessant?
Astronomen erhoffen sich, durch sie ganz allgemeine Hinweise über die Entstehung und Entwicklung von Asteroiden sowie die Zustände in der Frühzeit des Sonnensystems zu finden. So wird z.B. angenommen, dass das Asteroiden-Dreifach-System (87) Sylvia durch die Kollision eines ehemals größeren Mutterkörpers mit einem anderen Objekt gleicher Größe entstanden ist. Das Zentralobjekt von (87) Sylvia bildete sich danach aus der Ansammlung von Fragmenten dieses Zusammenstoßes, während sich die Monde aus dem übriggebliebenen Schutt formten.
The discovery of a new triple asteroid – (93) Minerva
First triple asteroid system found
Rubble-Pile Minor Planet Sylvia and Her Twins
Discovery of the triple asteroidal system 87 Sylvia
