
Künstlerische Darstellung von Haumea mit ihren Monden.
(NASA, ESA, and A. Feild (STScI))
Die beiden kleinen Monde des Zwergplaneten Haumea sind aus einer großen Kollision am Rand des Sonnensystems hervorgegangen. Für diese Ansicht sprechen Beobachtungen der amerikanischen Astronomen Wesley Fraser und Michael Brown mit dem Weltraumteleskop Hubble. Die beiden Monde bestehen demnach aus dem gleichen eisigen Material, das auch den Zwergplaneten bedeckt. Wären die beiden Monde namens Hi’iaka und Namaka nachträglich durch die Schwerkraft Haumeas eingefangen worden, müssten die Oberflächeneigenschaften stärker variieren.
Haumea war erst vor wenigen Jahren entdeckt worden – die Umstände der Erstbeobachtung sind allerdings bis heute umstritten. Benannt nach einer hawaiianischen Fruchtbarkeitsgöttin, besitzt der Zwergplanet jenseits des Neptun in etwa die Form eines 2.000 Kilometer großen Rugbyballs. Derzeit ist er etwas mehr als 7,5 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt.
Erst kürzlich hatten Brown und Kollegen entdeckt, dass mindestens sechs weitere Objekte auf sehr ähnlichen Umlaufbahnen wie Haumea um die Sonne kreisen und ebenfalls eine Kruste aus Wassereis besitzen. Daraus hatten sie geschlossen, dass diese sog. Haumea-Familie aus einem großen Mutterkörper hervorgegangen ist, der bei einer Kollision zerschmettert wurde.
Ähnliche Vorgänge werden von Astronomen auch für Pluto und seine drei Monde diskutiert.
NICMOS Photometry of the Unusual Dwarf Planet Haumea and its Satellites
Kuiper-belt Object Was Broken up by Massive Impact 4.5 Billion Years Ago, Study Shows
