Auf dem Mars gab es in der Vergangenheit nicht nur ausgedehnte Seen, große Flüsse und andere Wasserflächen, die feuchten Bedingungen hielten auch lange genug an, um Leben zu ermöglichen. Das ist das Ergebnis von zwei neuen Studien, die auf Daten der Raumsonde Mars Reconnaissance Orbiter beruhen. Eine der beiden Studien, die jetzt in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Nature“ erschien, zeigt, dass weite Gebiete der marsianischen Hochebenen Tonminerale enthalten, die sich nur in Gegenwart von Wasser bilden konnten. Ablagerungen vulkanischer Lava überdeckten diese Schichten zwar in den folgenden, trockeneren Perioden der klimatischen Geschichte des Mars, doch Einschlagskrater von Meteoriten lassen die Tone an vielen Stellen des Hochlandes wieder zutage treten. In den tonähnlichen Mineralen, Phyllosilikate genannt, ist die Interaktion des Gesteins mit Wasser bis zurück in die früheste Phase des Sonnensystems konserviert. Mit Hilfe des „Compact Reconnaissance Imaging Spectrometer for Mars“ (CRISM) identifizierten die Forscher drei Hauptklassen von Phyllosilikat-Mineralien aus der Frühzeit des Planeten: Aluminium-Phyllosilikate, hydratisierte Silikate und die häufig vorkommenden Eisen/Magnesium-Phyllosilikate. Die Variationen dieser Phyllosilikat-Mineralien deuten darauf hin, dass unterschiedliche Prozesse, und damit wahrscheinlich auch verschiedene wässrige Umgebungen, sie entstehen ließen.
New Findings Show Diverse, Wet Environments on Ancient Mars
Brown Papers Reveal Widespread, Hardworking Water on Ancient Mars
