Kategorie: Allgemein

Kosmonaut Konstantin Feoktistow gestorben

Wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte, starb der Kosmonaut und Raumfahrtingenieur Konstantin Feoktistow am vergangenen Samstag im Alter von 83 Jahren. Am 12. Oktober 1964 war er zusammen mit dem Kommandanten Wladimir Komarow und dem Arzt Boris Jegorow an Bord des Raumschiffs „Woschod 1“ ins All geflogen. Dies war der erste Mehrpersonenflug in der Geschichte der bemannten Raumfahrt. Feoktistow und Jegorow waren darüber hinaus auch die ersten Zivilisten im All, Feoktistow zudem der erste Raumschiff-Konstrukteur, der seine eigene Entwicklung flog. Feoktistow war auch später maßgeblich am sowjetischen Raumfahrtprogramm beteiligt – bis hin zur Konstruktion der Raumstation „Mir“.

Testflug der Ares I-X verschoben

Schlechtes Wetter, ein Frachtschiff, das sich in der Gefahrenzone aufhielt und in sichere Gewässer geleitet werden musste, sowie eine widerspenstige Instrumentenabdeckung verhinderten den für heute vorgesehenen Testflug der Ares I-X.
Nach mehreren Startverschiebungen wurde der Countdown schließlich zwei Minuten und 39 Sekunden vor dem zuletzt für 16:24 Uhr MEZ geplanten Abheben abgebrochen, nachdem sich Regenwolken genau über dem Weltraumbahnhof von Cape Canaveral breit gemacht hatten.
Der nächste Startversuch für die Ares I-X ist für den morgigen Mittwoch um 13:00 Uhr MEZ vorgesehen.

Ares I-X auf der Startrampe

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Die Ares I-X auf der Startrampe 39B.
(NASA/Kim Shiflett)

Zum ersten Mal seit über einem Vierteljahrhundert befindet sich ein neues Raumfahrzeug auf einer der Startrampen des Kennedy Space Center in Florida. Die Ares I-X hatte die Startrampe 39B am gestrigen Dienstag gegen 13:45 Uhr MESZ erreicht. Der Raupenschlepper (Crawler) mit der Ares I-X verließ die Montagehalle um 07:39 Uhr MESZ und legte die fast 7 km lange Strecke zur Startrampe mit einer Höchstgeschwindigkeit von 1,29 km/h in knapp 6 Stunden zurück.
Der Testflug der Ares I-X ist derzeit für Dienstag, den 27. Oktober 2009, 13:00 Uhr MEZ angesetzt.

Kennedy Space Center Media Gallery: Ares I-X

Sternstunden – Wunder des Sonnensystems

Sternstunden

Im Erdgeschoss des Gasometers
zieht eine riesige, orange glühende Sonne
die Blicke auf sich.
Sie bildet das Zentrum eines begehbaren Modells
unseres Planetensystems.
(Foto: astroarts.org)

Seit einiger Zeit läuft im Gasometer in Oberhausen die Ausstellung „Sternstunden – Wunder des Sonnensystems“. Am vergangenen Samstag war ich dort und habe mir das Ganze mal angesehen. Ist wirklich eine Ausstellung, deren Besuch ich jedem empfehlen kann.
Unterhalb der ehemaligen Gasdruckscheibe schweben die Sonne und ihre Planeten. Bilder von den aktuellen Weltraummissionen sind dort auf großformatigen Schautafeln zu bestaunen.
Dazwischen gibt es immer wieder Modelle von Raumfahrzeugen zu sehen, teils in Originalgröße.
Auf der Gasdruckscheibe sind historische Fernrohre und Messgeräte sowie alte Himmelskarten und Globen ausgestellt.
Im riesigen Raum darüber schwebt eine detailgetreue, 25 Meter durchmessende Skulptur des Erdtrabanten.

ESA verlängert Weltraum-Missionen

Das Science Programme Committee der ESA hat die Missionen von XMM-Newton, Integral, Venus Express, Mars Express und Cluster verlängert. Des Weiteren wird die ESA den Betrieb des Weltraumteleskops Hubble und des Sonnenobservatoriums SOHO bis Dezember 2012 unterstützen. Die Mission des Weltraumteleskops Planck zur Erforschung der kosmischen Hintergrundstrahlung wurde ebenfalls um ein Jahr verlängert.

ESA Science & Technology: Mission extensions approved for science missions

Für 150 US-Dollar: Fotos der Erde aus dem All

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Die Erde aus dem All.
(Foto: 1337arts.com/Oliver Yeh/Justin Lee)
Zum Vergrößern das Bild anklicken.

Am 2. September 2009 starteten die MIT-Studenten Oliver Yeh, Justin Lee und Eric Newton einen nur 350 Gramm schweren, mit Helium gefüllten Wetterballon von einem Feld in Sturbridge, Massachusetts. Der Ballon trug eine gebrauchte 7,1-Megapixel-Digitalkamera, die so programmiert war, dass sie alle 5 Sekunden eine Aufnahme machte. Ein GPS-fähiges Prepaid-Handy wurde dazu benutzt, die jeweiligen Koordinaten des Ballons per SMS an die Studenten zu übermitteln. Um die Elektronik vor Kälte zu schützen, packte das Team ihre Nutzlast in eine Styropor-Kühlbox. Nach vier Stunden erreichte der Ballon eine Gipfelhöhe von rund 28.350 Metern über der Erdoberfläche. In dieser Höhe ist die Erdkrümmung gerade noch sichtbar. Kurz nach Erreichen seiner Gipfelhöhe platzte der Wetterballon und die „Sonde“ schwebte per Fallschirm zur Erde hinab. Dies dauerte ungefähr 40 Minuten. Das Team fand die Nutzlast schließlich auf einem unbebauten Grundstück etwa 32 km vom Startplatz entfernt.

Project Icarus

Das Auge 3D

Dokumentarfilmer Nikolai Vialkowitsch war im Juni zu Dreharbeiten beim Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) auf dem chilenischen Cerro Paranal. Am 29. Oktober 2009 ist der Kinostart seines Films „Das Auge 3D – Leben und Forschen auf dem Cerro Paranal“. Das obige Video ist schon mal ein kleiner Vorgeschmack.

Waldbrände in Nähe des JPL

Dass in Kalifornien Waldbrandgefahr herrscht, ist ja nicht wirklich etwas Neues. Diesmal allerdings befindet sich einer der größeren Feuerherde nur wenige Kilometer vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) entfernt in den San Gabriel Mountains. Das JPL ist zwar nicht direkt bedroht, dafür jedoch einige Häuser und Wohnungen von Mitarbeitern. Unmittelbar vom Feuer bedroht ist auch das Mt. Wilson Observatorium, eines der ältesten und erfolgreichsten Observatorien der Welt.
Nähere Infos im Blog von Emily Lakdawalla:
The Station Fire is near JPL and even closer to Mt. Wilson

Südkorea startet erste eigene Trägerrakete (Update)

Südkorea hat heute nach mehrfachen Verschiebungen wegen technischer Probleme seine erste eigene Trägerrakete gestartet. Die Rakete vom Typ KSLV-1 (Korean Space Launch Vehicle-1) mit einem Nachrichtensatelliten an Bord hob um 10:00 Uhr MESZ vom Raumfahrtbahnhof Naro ab. Aus bislang ungeklärter Ursache befindet sich der wenig später im All ausgesetzte Satellit jedoch 360 Kilometer von der Erde entfernt – gut 60 Kilometer weiter als eigentlich vorgesehen. Südkorea ist mit dem zumindest als Teilerfolg zu wertenden Start das zehnte Land auf der Welt, das eigene Trägerraketen ins All schießen kann.

South Korea launches first ever space rocket… but its satellite payload fails to reach orbit