Kategorie: Allgemein

Archivgut aus Köln wird gefriergetrocknet

Heute jährt sich zum ersten Mal der Tag, an dem das Historische Archiv der Stadt Köln, das größte kommunale Archiv nördlich der Alpen, in sich zusammenstürzte.
Bisher konnten rund 85 Prozent des Archivguts aus den Trümmern geborgen werden, doch müssen die bis zu eintausend Jahre alten Urkunden, Akten und Karten an verschiedenen Standorten Deutschlands aufwändig restauriert werden. So ging ein Sechzigstel des Kölner Bestands nach Münster in das Archivamt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.
Um die nassen oder feuchten Akten vor Schimmel zu schützen, werden sie dort in Folie verpackt und eingefroren. In den Gefriertrocknungsanlagen des Archivamtes werden die Dokumente zusätzlich einem Vakuum ausgesetzt: so wird das Eis gasförmig und kann später abgesaugt werden. Da die Archivalien bei dem Einsturz des Hauses auch mit alkalischem Betonstaub in Berührung kamen, müssen sie zudem aufwändig gereinigt werden.
Das sechsstöckige Stadtarchiv war am 3. März letzten Jahres wegen Pfusch bei Bauarbeiten zur Kölner U-Bahn eingestürzt.

Bilanz: 26 Tonnen Archivgut aus Köln eingefroren und getrocknet

Einsturz des Stadtarchivs in Köln: Et bliev nix wie et wor

Robert T. McCall 1919 – 2010

Missionsemblem für Apollo 17.
(NASA-MSFC)
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Der berühmte Space Art-Künstler Robert T. McCall ist tot. Er starb am vergangenen Freitag in seiner Heimatstadt Scottsdale/Arizona an einem Herzinfarkt. McCall wurde 90 Jahre alt.
Neben dem bekannten Raumfahrtmotiv in der Eingangshalle des Smithsonian National Air and Space Museum hatte McCall u.a. das Poster zu Stanley Kubricks Science-Fiction-Film „2001: Odyssee im Weltraum“ sowie die Missionsembleme für Apollo 17 und den ersten Shuttle-Flug gestaltet. Außerdem entwarf er zahllose Briefmarken mit Raumfahrt- und astronomischen Themen.

Famed space artist Robert McCall, 90, dies

NASA Space Art Gallery of Artist Robert T. McCall

Start von CryoSat-2 verschoben

Der für den 25. Februar geplante Start des ESA-Satelliten CryoSat-2 vom Kosmodrom in Baikonur/Kasachstan musste abgesagt werden. Grund ist ein Problem mit der Software für den Steuerungsmotor der 2. Stufe der Dnepr-Trägerrakete.
Da die Fehlerbehebung einige Tage in Anspruch nehmen wird, könnte CryoSat-2 nun frühestens am 8. März starten.

CryoSat launch delayed

20. Jahrestag eines "Familienportraits"

Das Familienportrait - eine Collage aller 60 Einzelbilder
der Raumsonde Voyager 1.
(NASA/JPL)
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Heute vor zwanzig Jahren, am 14. Februar 1990, befand sich die Raumsonde Voyager 1 bereits auf dem Weg in die äußeren Regionen unseres Sonnensystems. Von hier aus, aus einer Entfernung von 6,4 Milliarden Kilometern, richtete die Raumsonde ihre Kameras zurück auf Sonne und Planeten, um eine Serie von letzten Bildern zu machen.
Die Farbaufnahmen zeigen insgesamt sechs Planeten des Sonnensystems: Venus, Erde, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Merkur und Pluto (der damals noch als Planet galt) sind auf den Aufnahmen nicht zu sehen, da sie zu klein waren, um von den Kameras erfasst zu werden. Der Mars befand sich zum Zeitpunkt der Aufnahmen zu nahe an der Sonne und wurde von dieser überstrahlt.
Die Weitwinkelaufnahme der Sonne wurde mit dem dunkelsten Filter und der kürzestmöglichen Belichtungszeit aufgenommen, um eine Überbelichtung zu vermeiden, denn selbst aus dieser Entfernung ist die Sonne noch etwa 8 Millionen Mal heller als der hellste Stern Sirius.
Die Erde wurde mit einer Kamera mit Teleobjektiv aufgenommen, die mit Farbfiltern für Blau, Grün und Violett arbeitete. Die durch das Bild führenden Strahlen entstanden als Streuung des Sonnenlichts auf der Kameraoptik, da diese nicht dafür ausgelegt war, direkt auf die Sonne ausgerichtet zu werden. Die Erde nimmt auf dem Bild lediglich 12 % eines einzelnen Bildpunkts (Pixels) ein.
Dieses Bild der Erde inspirierte den Astronomen Carl Sagan, auf dessen Anregung hin das „Familienportrait“ überhaupt erst entstanden war, zu seinem Buch „Pale Blue Dot: A Vision of the Human Future in Space“.
Im Jahr 2001 wurde das Bild zu einem der zehn besten Fotos der Weltraumwissenschaften gewählt.

Voyager Celebrates 20-Year-Old Valentine to Solar System

An Excerpt from A Pale Blue Dot

Experts Pick: Top 10 Space Science Photos – Pale Blue Dot

Dieses Diagramm zeigt eine räumliche Übersicht
der 60 Einzelbilder des Familienportraits.
Die Umlaufbahnen der einzelnen Planeten
sind ebenfalls eingezeichnet.
(NASA/JPL)
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Pale Blue Dot
Die Erde als winziger hellblauer Punkt.
(NASA/JPL)
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Solar Dynamics Observatory erfolgreich gestartet

Die Raumfahrtbehörde NASA hat heute einen neuen Satelliten zur Sonnenbeobachtung gestartet. Das „Solar Dynamics Observatory (SDO)“ hob um 16:23 Uhr MEZ an Bord einer Atlas V-Rakete von der Startrampe 41 der Cape Canaveral Air Force Station in Florida ab. Der ursprünglich bereits für Dienstag geplante Start musste zweimal verschoben werden.
Das „Solar Dynamics Observatory“ soll mindestens fünf Jahre lang die Erde umkreisen und dabei rund um die Uhr die Sonnenaktivität beobachten.

NASA Successfully Launches a New Eye on the Sun

"We are all made of star stuff" – Geoffrey Burbidge 1925-2010

Im Jahr 1957 verfasste Geoffrey Burbidge zusammen mit seiner Ehefrau, der Astrophysikerin Margaret Burbidge, sowie dem Astrophysiker William Fowler und dem Astronomen und Mathematiker Fred Hoyle die B²FH-Theorie zur Entstehung der leichten Elemente durch Kernfusion in Sternen.
Geoffrey Burbidge verstarb nach langer Krankheit vorgestern Nachmittag im Scripps Memorial Hospital in La Jolla/Kalifornien.

Renowned UC San Diego Astrophysicist and Astronomer Dies at 84

B²FH

Nukleosynthese

Burj Dubai feierlich eröffnet

Mit offiziell 828 Metern Höhe ist der Burj Dubai (inzwischen in „Burj Khalifa“ umbenannt) nun das höchste Gebäude der Welt. Der Wolkenkratzer wurde heute feierlich eröffnet und ist somit für die Allgemeinheit zugänglich. Das Mega-Bauwerk mit 189 Stockwerken und insgesamt 54 Aufzügen beherbergt u.a. ein Luxus-Hotel, über 1.000 Wohnungen und hunderte von Büros.

Offizielle Webseite

Weblog von Imre Solt mit vielen Fotos

"Entwicklung des Universums" – Ausstellung im Deutschen Museum

Fast 14 Milliarden Jahre kosmische Geschichte erleben – das können Besucher der Ausstellung „Entwicklung des Universums“, die zum Abschluss des Internationalen Jahres der Astronomie am 9. Dezember 2009 im Deutschen Museum in München startet. Um diese Zeitreise durch das All zu realisieren, haben sich fünf Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen: die Europäische Südsternwarte (ESO), der Exzellenzcluster Universe sowie die Max-Planck-Institute für Physik, Astrophysik und extraterrestrische Physik.
Die Ausstellung, die zunächst zwei Jahre laufen soll, ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Deutsches Museum