Archivgut aus Köln wird gefriergetrocknet

Heute jährt sich zum ersten Mal der Tag, an dem das Historische Archiv der Stadt Köln, das größte kommunale Archiv nördlich der Alpen, in sich zusammenstürzte.
Bisher konnten rund 85 Prozent des Archivguts aus den Trümmern geborgen werden, doch müssen die bis zu eintausend Jahre alten Urkunden, Akten und Karten an verschiedenen Standorten Deutschlands aufwändig restauriert werden. So ging ein Sechzigstel des Kölner Bestands nach Münster in das Archivamt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.
Um die nassen oder feuchten Akten vor Schimmel zu schützen, werden sie dort in Folie verpackt und eingefroren. In den Gefriertrocknungsanlagen des Archivamtes werden die Dokumente zusätzlich einem Vakuum ausgesetzt: so wird das Eis gasförmig und kann später abgesaugt werden. Da die Archivalien bei dem Einsturz des Hauses auch mit alkalischem Betonstaub in Berührung kamen, müssen sie zudem aufwändig gereinigt werden.
Das sechsstöckige Stadtarchiv war am 3. März letzten Jahres wegen Pfusch bei Bauarbeiten zur Kölner U-Bahn eingestürzt.

Bilanz: 26 Tonnen Archivgut aus Köln eingefroren und getrocknet

Einsturz des Stadtarchivs in Köln: Et bliev nix wie et wor