Während die Kriterien für die Einteilung als Planet am kleinen Ende der Größenskala nach der neuerlichen Definition der Internationalen Astronomischen Union (IAU) recht gut eingegrenzt wurden, gibt es um die Kriterien am anderen Ende der Größenskala noch heftige Debatten: Wissenschaftler streiten darüber, wann ein Himmelskörper als Planet anzusehen ist und wann als Brauner Zwerg.
Bisher diente die Fähigkeit zur Deuterium-Fusion als Grenze. Die entsprechende Massengrenze wurde auf etwa 13 Jupitermassen berechnet, alles darunter sollte ein Planet sein.
Ein Team um David Speigel von der Princeton University hat nun Simulationen durchgeführt, die dieses Limit in Frage stellen. Speigel untersuchte die Anfangsbedingungen, welche herrschen, bevor die Deuterium-Fusion eines Himmelskörpers zündet. Dabei fand er heraus, dass die berechnete Massengrenze weitaus stärker variieren kann als bislang angenommen wurde. Unter bestimmten Voraussetzungen ist die Deuterium-Fusion bei Braunen Zwergen offenbar schon bei ungefähr elf Jupitermassen möglich.
The Deuterium-Burning Mass Limit for Brown Dwarfs and Giant Planets
