Erstes hochaufgelöstes Bild mit dem Radioteleskop LOFAR

Das Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn und das Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching betreiben beide eine Station des europäischen LOFAR-Teleskops, das vom niederländischen Institut für Radioastronomie, ASTRON, koordiniert wird. Durch die erstmalige Zusammenschaltung von drei deutschen LOFAR-Stationen mit den zentralen Stationen bei Exloo in den Niederlanden ist es einer internationalen Gruppe von Wissenschaftlern unter der Leitung von Olaf Wucknitz vom Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) der Universität Bonn nun gelungen, das erste hochaufgelöste Bild eines weit entfernten Quasars bei Radiowellen im Meter-Bereich zu erhalten. Dieser Wellenlängenbereich war bisher für derart detailgenaue Messungen nicht zugänglich, da dafür normalerweise Radioteleskope mit großem gegenseitigem Abstand miteinander vernetzt werden müssen. Das erste Bild der detaillierten Struktur des Quasars 3C 196 zwischen 4 und 10 m Wellenlänge konnte bereits mit einem kleinen Teil der Stationen des kompletten LOFAR-Netzwerks erzielt werden; später wird sich das LOFAR-Netzwerk über einen ausgedehnten Bereich Europas erstrecken.

Weiter in der Pressemeldung des Max-Planck-Instituts für Astrophysik:
Detaillierte Struktur eines weit entfernten Quasars

Siehe auch:
Details in the Structure of a distant Quasar – First high-resolution image from the LOFAR radio telescope array

Rotationally symmetric structure in two extragalactic radio sources

Kiloparsec scale structure in the hotspots of 3C 196