Der kaum 20 Kilometer durchmessende Krater Cabeus A liegt in der Nähe des Mondsüdpols. Seit langem wird vermutet, dass es in den tiefen Kratern dort, von denen Teile fast permanent im Schatten liegen, Vorkommen von Wassereis geben könnte. Bisherige Beobachtungen haben allerdings keine eindeutigen Resultate geliefert.
Für Gewissheit sorgen könnte nun der Lunar Crater Observation and Sensing Satellite (LCROSS). Im Juni 2009 gemeinsam mit dem Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) gestartet, ist die Sonde noch immer mit der obersten Stufe der Trägerrakete verbunden, die sie auf den Weg zum Mond gebracht hat. Wenn nach der Trennung der beiden die Raketenstufe in Cabeus A eingeschlagen ist, soll die Sonde durch die Trümmerwolke fliegen und ihre Messdaten zur Erde funken. Dazu bleibt ihr nicht viel Zeit, denn nur vier Minuten später wird sie ebenfalls auf der Mondoberfläche einschlagen.
LCROSS ist nicht der erste Versuch, durch einen gezielten Einschlag Wasser auf dem Mond nachzuweisen. Bereits der Aufprall der Sonde Lunar Prospector im Jahr 1999 diente dem gleichen Zweck. Das Experiment lieferte jedoch keine Hinweise auf Wassereis.
Der Einschlag von LCROSS ist für den Abend des 9. Oktober 2009 geplant.
NASA’S LCROSS Reveals Target Crater for Lunar South Pole Impacts
