
Daphnis erzeugt Wellen im Ringsystem des Saturn.
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(NASA/JPL/Space Science Institute)
Auf neuen Aufnahmen der Raumsonde Cassini sind erstmals im Detail die Effekte der Schwerkraft von kleinen Monden im Ringsystem des Saturn zu beobachten. Auf der hier gezeigten Aufnahme ist der Saturnmond Daphnis zu sehen, wie er beim Durchgang durch die Ringebene Wellen in den dort vorhandenen Staubteilchen verursacht. Diese Wellen sind nur deshalb erkennbar, weil das Sonnenlicht in besonders niedrigem Winkel auf die Ringe fällt, so dass auch kleine Erhebungen lange Schatten werfen.
Daphnis – einer von inzwischen mehr als 60 bekannten Saturnmonden – besitzt gerade einmal acht Kilometer Durchmesser und wurde erst im Mai 2005 auf den Bildern von Cassini entdeckt. Daphnis ist einer von fünf sog. Schäfermonden, die durch ihre Schwerkraft die Staubpartikel der Ringe auf stabilen, getrennten Bahnen halten.
Ein erster Hinweis auf die Existenz von Daphnis war die 42 Kilometer breite Keeler-Lücke im äußeren A-Ring des Saturn, die bereits während der Vorbeiflüge der beiden Voyager-Raumsonden entdeckt worden war. Die Lücke entsteht durch die Schwerkraft des Mondes, der in diesem Bereich des A-Rings den Planeten umrundet und dabei die Region von Staub frei hält. Bei seiner Bewegung lenkt seine Anziehungskraft die benachbarten Staubteilchen am Rand der Lücke kurzfristig aus ihrer Bahn und lässt sie danach wieder zurück schwingen. Es entstehen Wellen vor und hinter dem Mond, die ihn auf seinem Umlauf begleiten. Da die Umlaufbahn von Daphnis geringfügig zur Ebene der Ringe geneigt ist, schlagen diese Wellen auch senkrecht zur Ringebene aus. Dabei ragen die Wellenberge bis zu anderthalb Kilometer in die Höhe.
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