
Das Rembrandt-Becken wurde von MESSENGER während des zweiten Vorbeiflugs am Merkur im Oktober 2008 aufgenommen. Die Bilder zeigen, dass dieses Einschlagbecken bemerkenswert gut erhalten ist. Die meisten großen Einschlagbecken auf Merkur, den anderen Planeten sowie dem Erdmond wurden später durch Lavaströme überflutet. Die Anzahl und Größenverteilung der Krater im und in Nähe des Einschlagbeckens zeigt an, dass es sich beim Rembrandt-Becken um das jüngste Einschlagbecken auf Merkur handelt.
(NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Smithsonian Institution/Carnegie Institution of Washington)
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Die Auswertung der Bilder und Daten vom zweiten Vorbeiflug der Raumsonde MESSENGER am Merkur im Oktober 2008 hielt für die Wissenschaftler einige Überraschungen bereit: der Nachweis von Magnesium in der Exosphäre des Planeten deutet darauf hin, dass Magnesium ein wichtiger Bestandteil der Oberfläche des Planeten ist. Das Mercury Atmospheric and Surface Composition Spectrometer (MASCS) hat während des Vorbeiflugs von MESSENGER auch weitere Stoffe wie Natrium und Kalzium nachweisen können. Die neuen Daten über die Magnetosphäre des Merkur zeigen, dass der sonnennächste Planet während des zweiten Vorbeiflugs deutlich dynamischer war als bei den ersten Untersuchungen im Januar 2008. Zudem haben die Forscher auf den Bildern der Raumsonde ein bislang unbekanntes, ungewöhnlich gut erhaltenes Einschlagbecken entdeckt. Dieses sog. Rembrandt-Becken hat einen Durchmesser von über 700 Kilometern und entstand vermutlich vor etwa 3,9 Milliarden Jahren. Damit ist es erheblich jünger als die meisten anderen bekannten Einschlagbecken auf Merkur. Einige Regionen auf dem Boden des Einschlagbeckens sehen noch so aus wie zur Entstehungszeit des Beckens.
