Vor 525 Millionen Jahren, in der Mitte des Erdzeitalters Kambrium, lebten allerhand eigenartige Tiere: Riesenkrebse mit einem Mund wie ein Schredder, Gliederfüßer mit sieben Stielaugen, Würmer, die aussahen wie eine Flaschenbürste. Nun fügen Paläontologen um Xian-Guang Hou der Liste der Merkwürdigkeiten eine weitere hinzu: kleine Krebse schlossen sich im kambrischen Urmeer zu Ketten aus bis zu 20 Individuen zusammen. Dies ist der bislang früheste Hinweis für Gruppenverhalten bei Tieren. Hou und seine Kollegen entdeckten die Krebs-Ketten in Gesteinen der berühmten Chengjiang-Lagerstätte in der chinesischen Provinz Yunnan. Diese Gesteine sind bekannt für besonders gut erhaltene Fossilien aus dem Abschnitt der Erdgeschichte, in dem sich erstmals komplexe Tiere in großer Zahl auf der Erde verbreiteten.
Unique fossils capture ‘Cambrian migration’
Urzeit-Krebse bildeten Ketten
13. Oktober 2008
