Im Jahr 2005 stieß die Raumsonde Cassini auf dem Saturnmond Titan auf die lange gesuchten Seen aus flüssigen Kohlenwasserstoffen, die Theoretiker vorhergesagt hatten. Die Wissenschaftler nahmen an, dass diese überwiegend aus flüssigem Methan, dem einfachsten Kohlenwasserstoff, bestehen. Nun fand ein Forscherteam um Robert Brown von der University of Arizona in Tucson durch spektroskopische Analysen heraus, dass insbesondere der rund 20.000 Quadratkilometer große See Ontario Lacus am Südpol des Saturnmondes auch beträchtliche Mengen an weiteren Kohlenwasserstoffen enthält, unter anderem Ethan, Propan und Butan.
Titan ist der zweitgrößte Mond des Sonnensystems und mit 5.150 Kilometern Durchmesser größer als der Planet Merkur.
Saturnmond Titan – Ströme und Seen aus flüssigen Kohlenwasserstoffen
Kohlenwasserstoffseen auf Saturnmond Titan
30. Juli 2008
