Der Fund von besonders gut erhaltenen Süßwasser-Muschelkrebsen liefert erneut Hinweise darauf, dass es in der Antarktis früher sehr viel wärmer gewesen ist als heute. Ein internationales Forscherteam entdeckte die Fossilien bei einer Expedition in die Trockentäler der Ostantarktis. Hier fanden sich ungewöhnlich gut erhaltene Relikte von Muschelkrebsen aus einem ehemaligen Süßwasser-See. Die Kälte des Untergrunds hat die von zwei Schalen geschützten Krebstiere so gut konserviert, dass auch ihre Weichteile in bestem Zustand erhalten wurden. Die jetzigen Bedingungen in der Antarktis beinhalten Jahresdurchschnittstemperaturen von minus 25 Grad Celsius und lassen eine Seefauna mit Muschelkrebsen nicht zu. Nach Ansicht der Wissenschaftler belegt der Fund daher, dass es eine sehr intensive Abkühlung des antarktischen Klimas von Tundra-ähnlichen Bedingungen hin zu dem extrem kalten Kontinentalklima von heute erst nach der Lebenszeit dieser Krebse gegeben haben muss, deren Alter inzwischen auf 14 Millionen Jahre datiert worden ist.
Unique fossil discovery shows Antarctic was once much warmer
Glacial Geological and paleoecological studies in the western Olympus range, McMurdo Dry Valleys
