Antarktis: Spuren vorzeitlicher Wirbeltiere entdeckt

Zum ersten Mal haben Paläontologen in der Antarktis fossile Wohnhöhlen von vierfüßigen Wirbeltieren entdeckt. Die 245 Millionen Jahre alten Grabgänge belegen, dass landlebende Tiere diese Region früher besiedelt hatten als bisher angenommen.
Die Wissenschaftler entdeckten zwei Arten von Tierhöhlen. Den ersten Typ fanden sie am Beardmore-Gletscher, etwa 650 Kilometer vom Südpol entfernt. Das größte konservierte Teilstück der Wohnhöhle war etwa 35 Zentimeter lang, 15 Zentimeter breit und 7 Zentimeter hoch. Vergleichbare Tierhöhlen aus dieser Zeit, die man in Südafrika entdeckt hatte, enthielten Überreste von einem Reptil, dem etwa katzengroßen Thrinaxodon. Die Höhlen in der Antarktis wurden vermutlich durch dieselbe Tierart gegraben. Den zweiten, kleineren Typ Tierhöhle fanden die Forscher in der Region Victorialand. Auch hier ergab der Vergleich mit ähnlichen Tierhöhlen aus Südafrika Hinweise auf die ursprünglichen Bewohner. So wurden die Höhlen nach Vermutung der Forscher von maulwurfsgroßen, eidechsenähnlichen Reptilien gegraben, die als Procolophoniden bezeichnet werden.
Zu der Trias genannten Zeitepoche, aus der die Funde stammen, sah die Verteilung der Landmassen auf der Erde anders aus als heute. So waren die heutigen Kontinente Antarktika und Südafrika zu jener Zeit Teil des Superkontinents Pangäa.
Animal Burrows in Antarctic Tell of a Much Warmer Past