Das Ende der letzten Eiszeit war eine chaotische Zeit, die Temperaturen fuhren Achterbahn. Als das Tauwetter schon eingesetzt hatte, kam die Kälte noch einmal zurück und hielt Europa und Nordamerika für einige Jahrhunderte in ihrem Bann. Wann die Kältewelle, bekannt unter dem Namen „Jüngere Dryas“, genau begann und wie lange sie dauerte, ließ sich bislang nicht feststellen. Unterschiedliche Klimaarchive lieferten widersprüchliche Ergebnisse. Einem Team um Raimund Muscheler von der Lund Universität in Schweden ist es jetzt gelungen, zwei wichtige Klimaarchive, den Baumring-Kalender der Universität Hohenheim und den Eis-Kalender aus Grönland, zeitlich in Einklang zu bringen und damit die Abläufe nach dem Ende der Eiszeit aufzuklären. Die „Jüngere Dryas“ begann demnach vor 12.800 Jahren und dauerte insgesamt 1.300 Jahre.
Tree rings and ice cores reveal 14C calibration uncertainties during the Younger Dryas
Kälteeinbruch am Ende der letzten Eiszeit genau datiert
3. April 2008
