Cassini: Erfolgreicher Vorbeiflug an Enceladus

Am 12. März passierte die Raumsonde Cassini den Saturnmond Enceladus mit einer Geschwindigkeit von 15 km/s und näherte sich dabei seiner Oberfläche bis auf 50 km. Beim Überflug über den Südpol des Mondes durchquerte die Sonde in etwa 200 km Höhe Wolken aus Wassereis, welche durch die am Südpol befindlichen Geysire ausgestoßen werden. Die Aufnahmen der Oberfläche zeigen, dass die südliche Hemisphäre von Enceladus geologisch deutlich jünger ist als der Nordpol. Dieser weist eine Vielzahl an Kratern auf, die sich sowohl in Größe als auch im Entwicklungszustand unterscheiden. Dies deutet auf verschiedene Entstehungszeitpunkte hin. Neben den Aufnahmen der Oberfläche war der Flug durch die Geysirwolken der Höhepunkt des Manövers von Cassini. Anhand der gewonnenen Daten sollen nun Dichte, Partikelgröße und Zusammensetzung der Wolken bestimmt werden. Während des Durchflugs zeigte ein Analyseinstrument ein Fehlverhalten und konnte leider keine Daten aufzeichnen. Alle anderen Instrumente an Bord der Raumsonde arbeiteten jedoch ohne Probleme.

Aufnahmen von Enceladus (Rohbilder):
https://solarsystem.nasa.gov/images/casJPGFullS38/N00103779.jpg

https://solarsystem.nasa.gov/images/casJPGFullS38/N00103768.jpg

https://solarsystem.nasa.gov/images/casJPGFullS38/N00103752.jpg

Hochaufgelöstes Mosaikbild der Nordpolregion:
PIA08409: The North Polar Region of Enceladus