Massive Vereisung in der warmen Kreidezeit?

Eine massive Vereisung könnte es ausgerechnet während einer der wärmsten Perioden der Erdgeschichte gegeben haben: in der Kreidezeit vor 91 Millionen Jahren. Davon sind Geowissenschaftler der Universität Leipzig überzeugt. Zusammen mit Kollegen aus England, den Niederlanden und den USA untersuchten sie kreidezeitliche Tiefseesedimente aus dem westlichen tropischen Atlantischen Ozean. Diese enthalten kalkschalige Mikrofossilien, sog. Foraminiferen. Aus der Analyse der Fossilien schließen die Forscher, dass es für etwa 200.000 Jahre einen Eisschild von 50 bis 60 Prozent des heutigen antarktischen Eisschildes gegeben haben muss. Im tropischen Kreideozean soll der Meeresspiegel dadurch um bis zu 40 Meter gefallen sein. Offen sei allerdings noch, wo sich solch große Eismassen gebildet haben könnten. Die wahrscheinlichste Region sei die Antarktis, so die Forscher.
Bornemann et al.: Isotopic Evidence for Glaciation During the Cretaceous Supergreenhouse

Ewiges Eis trotz Hitze