Solscape

Cassini: naher Vorbeiflug am Saturnmond Dione

Eismond Dione,
aufgenommen am 11. Oktober 2005
von der Raumsonde Cassini.
Im Hintergrund sind der Saturn
und die hauchdünne Ringebene zu sehen.
(NASA/JPL/Space Science Institute)
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Am 7. April 2010 wird die Raumsonde Cassini am Saturnmond Dione vorbeifliegen. Die Sonde wird sich dabei der Oberfläche des 1.123 Kilometer durchmessenden Eismondes bis auf eine Distanz von 503 Kilometer annähern. Dies ist die größte Annäherung von Cassini an Dione seit dem 11. Oktober 2005.
Vier Stunden vor der größten Annäherung wird die an Bord der Raumsonde befindliche Kamera bereits mit ihrer Arbeit beginnen, dabei soll gezielt nach Anzeichen für Kryovulkanismus auf Dione gesucht werden. Zum Zeitpunkt der größten Annäherung an Dione wird dann das Plasma-Spektrometer seine Arbeit aufnehmen, um die Interaktion zwischen Dione und der Magnetosphäre des Saturn genauer zu untersuchen. Anschließend werden 20 hochaufgelöste Bilder von der Oberfläche des viertgrößten Saturnmondes aufgenommen. In dem von der Kamera erfassten Gebiet befinden sich drei der größten Impaktkrater auf Dione: Aeneas, Dido und Turnus.

Cassini Doubleheader: Flying By Titan and Dione

Raumfähre "Discovery" auf dem Weg zur Internationalen Raumstation

Heute um 12:21 Uhr MESZ hob die Raumfähre „Discovery“ wie geplant von der Startrampe 39A des Kennedy Space Center in Florida ab. Während der 13-tägigen Mission STS-131 sollen mehrere Tonnen Ausrüstung und Lebensmittel zur Internationalen Raumstation gebracht werden. Unter den sieben Astronauten an Bord der „Discovery“ befinden sich diesmal drei Frauen, die amerikanischen Astronautinnen Dorothy Metcalf-Lindenburger und Stephanie Wilson sowie die japanische Astronautin Naoko Yamazaki.
Bereits am Freitag war von Baikonur aus eine Sojus-Rakete gestartet. Die Sojus TMA-18-Raumkapsel mit den russischen Kosmonauten Alexander Skorzow und Michail Kornjenko sowie der US-Astronautin Tracy Caldwell Dyson an Bord hatte am Sonntag an der Raumstation angedockt.

Foto: Tracy Caldwell Dyson, Alexander Skorzow und Michail Kornjenko (v.l.n.r.)

Foto vom Start der Sojus-Rakete

NASA – Space Shuttle

50 Jahre Wetterbeobachtung per Satellit

Heute vor 50 Jahren, am 1. April 1960, startete mit TIROS-1 der erste experimentelle Wettersatellit von Cape Canaveral aus ins All. TIROS-1 funktionierte bis zum 15. Juni 1960 und sendete weit über 15.000 Bilder.
Die erste Generation des US-amerikanischen TIROS-Programms, das bis zum 31. Juli 1966 lief, umfasste insgesamt zehn Satelliten. Mit ihnen wollten NASA und NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) vor allem erproben, ob die an Bord befindlichen Fernsehkameras die Wolkenformationen auf der Erde auch wirklich gut erfassen können. In der nächsten Generation waren die TIROS-Satelliten dann auch keine reinen Erprobungsprojekte mehr, sondern wurden operativ für die Wettervorhersage, Erdbeobachtung und Klimaforschung eingesetzt.
Heute gehören die Bilder der Wettersatelliten zu unserem Alltag. So dokumentiert z.B. MeteoSat den für ihn einsehbaren Teil der Erde (Afrika und Europa) in verschiedenen Wellenlängenbereichen und mit einer Wiederholrate von 30 Minuten – die Bodenstationen bekommen also alle 30 Minuten aktuelle und umfangreiche MeteoSat-Wetterdaten.

NOAA – 50th Anniversary of the Satellite that „Forever Changed Weather Forecasting“

NASA And NOAA Mark 50 Years Of Weather Watching From Space

EUMETSAT – 50 years of weather satellites: Celebrating the launch of TIROS-1

Der Eyjafjallajökull-Vulkan bei Nacht … und aus der Luft

Die Eruptionen des Eyjafjallajökull-Vulkans in Island bei Nacht:


Und weil’s so schön ist, hier noch ein paar atemberaubende Luftaufnahmen vom Eyjafjallajökull-Vulkan. Östlich der schon bestehenden Lavaspalte hat sich in den letzten Märztagen eine neue aufgetan, aus der insgesamt sieben Lavaströme austreten.

Large Hadron Collider: erstes Experiment ein voller Erfolg

Gestern um 13:06 Uhr MESZ kollidierten im Ring des Large Hadron Collider (LHC) am CERN erstmals Protonen mit einer niemals zuvor erreichten Energie. Der Zusammenstoß der beiden auf jeweils 3,5 Teraelektronenvolt (TeV) beschleunigten Teilchenstrahlen schuf für kurze Zeit Bedingungen, wie sie kurz nach dem Urknall herrschten. Bis etwa 16:30 Uhr MESZ blieben die kollidierenden Teilchenstrahlen stabil und erzeugten dabei mehr als eine halbe Million Kollisionsereignisse.
Das erfolgreiche Experiment markiert den Beginn einer neuen Ära für die Forschung auf dem Gebiet der Teilchenphysik.

LHC research programme gets underway

CERN Document Server: LHC First Physics Photos

LHC Homepage

Mit "Opportunity" unterwegs auf dem Mars

Opportunity (siehe Pfeil) am Rand des Kraters "Concepción".
(NASA/JPL/University of Arizona)
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Der Marsrover „Opportunity“ hat zum jetzigen Zeitpunkt insgesamt 20.043 Meter auf der Oberfläche des Roten Planeten zurückgelegt. Derzeit befindet sich der Rover auf der Fahrt vom Krater „Concepción“ zu den etwa 800 Meter weiter südlich gelegenen „Twin Craters“.
Am 13. Februar 2010 nahm die HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) ein Bild auf, auf dem man „Opportunity“ am Rand des etwa 10 Meter durchmessenden Kraters „Concepción“ erkennen kann. Auf der Aufnahme sind auch die Spuren zu sehen, die der Rover während seiner Fahrt zu diesem Krater in den flachen Sanddünen hinterlassen hat.
Am 11. März 2010 konnte „Opportunity“ mit seiner Panoramakamera den Rand des etwa 65 Kilometer entfernten Bopolu-Kraters aufnehmen. Dieser Krater befindet sich östlich eines inzwischen aus der Liste gestrichenen potentiellen Landeplatzes für „Curiosity“, das Mars Science Laboratory (MSL).
Mittlerweile wurde auch die Bordsoftware von „Opportunity“ aktualisiert. Diese AEGIS (Autonomous Exploration for Gathering Increased Science System) genannte Software ermöglicht es dem Rover, die mit Hilfe seiner Panorama- oder Navigationskamera aufgenommenen Fotos während der Fahrt selbständig zu analysieren und anhand vorgegebener Kriterien autonom zu entscheiden, welche geologisch interessanten Objekte in höherer Auflösung fotografiert werden.
Als Langzeitziel hat „Opportunity“ den jetzt noch etwa 12 km entfernten Endeavour-Krater vor sich.

HiRISE – Opportunity at the Edge of Concepción Crater

PIA12980: Rim of Bopolu Crater Far to the Southwest of Opportunity

JPL Science and Technology: Under their own AEGIS

Schneefall auf Enceladus

Auf dem Saturnmond Enceladus schleudern Geysire in der Südpolregion Eisteilchen ins All. Dabei entkommen die schnellen Partikel der Anziehungskraft des Mondes und landen in Saturn’s E-Ring. Die langsameren Eisteilchen dagegen sorgen für leichten Schneefall in der Umgebung der Geysire.

Weiter in der Pressemeldung der Max-Planck-Gesellschaft:
Schneekanonen auf Enceladus

Enceladus‘ Plume: Formation and Dynamics of Icy Grains

Signatures of Enceladus in Saturn’s E ring

Unterwasser-Erdrutsch vor Afrika

Forscher des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-Geomar) in Kiel haben südlich der Kanarischen Inseln Spuren eines gigantischen Unterwasser-Erdrutsches gefunden, der sich vor rund 2.000 Jahren ereignete.
Damals glitten Schuttmassen vom Rand des afrikanischen Kontinents ab und bewegten sich über 900 Kilometer durch den Ozean. Schließlich bedeckten sie eine Fläche von rund 150.000 Quadratkilometern.
Die Forscher hatten eigentlich eine bekannte und sehr viel ältere Erdbewegung untersuchen wollen, die sog. Sahara-Hangrutschung. Bisher vermuteten Forscher, dass sich dieser Erdrutsch dort vor rund 50.000 bis 60.000 Jahren abspielte, als der Meeresspiegel des Atlantiks deutlich anstieg. Die nun entdeckte Rutschung geschah allerdings in einer klimatisch relativ stabilen Zeit.
Unterwasser-Erdrutsche lösen im schlimmsten Fall verheerende Tsunamis aus. Auf den nahe gelegenen Kanarischen Inseln könnte es also entsprechende Ablagerungen geben und möglicherweise finden sich sogar bei den Autoren der Antike Hinweise auf eine solche Katastrophe.
Dessen ungeachtet hat die jüngste Entdeckung aber vor allem Konsequenzen für die Gefahrenabschätzung für Bohrinseln, Pipelines und Datenkabel.

Ein Tsunami zu Kaiser Augustus‘ Zeiten?

Submarine Gefahren an Kontinentalrändern

Erfolgreicher Testflug für "SpaceShipTwo" – Update

Die "VSS Enterprise" beim Testflug über Kalifornien.
(Flightglobal.com)
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Das auf den Namen „VSS Enterprise“ getaufte Raumschiff „SpaceShipTwo“ von Virgin Galactic, mit dem ab dem Jahr 2012 kommerzielle Weltraum-Ausflüge möglich werden sollen, ist am Montag erstmals in die Luft befördert worden. Das Trägerflugzeug „WhiteKnightTwo“ brachte die „VSS Enterprise“ in eine Höhe von 13.716 Metern. Der Start erfolgte in der kalifornischen Mojave-Wüste, der Flug dauerte knapp drei Stunden. Auf das Ausklinken und die Zündung des Raketenantriebs von „SpaceShipTwo“ wurde bei diesem Testflug verzichtet – im Vordergrund standen hier Aerodynamik-Analysen.
Der britische Milliardär und Virgin Galactic-Gründer Richard Branson und der Luftfahrtpionier Burt Rutan hatten das Raumschiff Anfang Dezember 2009 erstmals öffentlich vorgestellt. Das 18 Meter lange „SpaceShipTwo“ bietet zwei Piloten und sechs Passagieren Platz. Es soll von dem Trägerflugzeug in rund 18 Kilometer Höhe gebracht werden. Dort soll sich das Raumschiff dann abkoppeln und mittels Raketenantrieb auf eine Höhe von 110 Kilometer steigen. Die Passagiere können sich dann einige Minuten in der Schwerelosigkeit bewegen und den Ausblick auf unseren Blauen Planeten geniessen.
Über 300 Menschen haben nach Angaben von Virgin Galactic bereits einen Platz im Raumschiff reserviert. Der Preis für das etwa zweieinhalbstündige Abenteuer liegt bei rund 200.000 Dollar (148.000 Euro).
Derzeit baut Virgin Galactic in Las Cruces im US-Bundesstaat New Mexico einen Flughafen mit dem Namen „Spaceport America“.

https://www.youtube.com/watch?v=UowczynfKPk