Kategorie: Sternenhimmel

Interaktives 360-Grad-Panorama des Nachthimmels

Ein atemberaubendes, 800 Millionen Pixel großes 360-Grad-Panorama des gesamten Nachthimmels wurde heute von der Europäischen Südsternwarte (ESO) im Rahmen des Projektes „GigaGalaxy Zoom“ online gestellt. „GigaGalaxy Zoom“ ist ein spezielles Projekt für das Internationale Jahr der Astronomie und soll möglichst viele Menschen dazu animieren, in die Milchstraße „einzutauchen“ und mehr über unsere himmlische Nachbarschaft zu erfahren.
Mit Hilfe des Panoramas kann man das Universum so erleben, wie es mit bloßem Auge vom Standort der ESO in Chile zu sehen ist. ESO’s Observatorium auf dem Cerro Paranal in der Atacamawüste gehört zu den besten astronomischen Beobachtungsplätzen der Welt, da sich die Atmosphäre über dem Gipfel des Berges durch eine trockene und außergewöhnlich ruhige Luftströmung auszeichnet.

ESO unveils an amazing, interactive, 360-degree panoramic view of the entire night sky

Satelliten fotografieren die Sonnenfinsternis vom 22. Juli 2009

solar_eclipse_goes-w

Der Mondschatten über dem Pazifik,
aufgenommen vom Satelliten GOES-W.
(NEODAAS/EUMETSAT/DSRS/astroarts.org)
Zum Vergrößern das Bild anklicken.

Einige der geostationären Satelliten sowie die Sonnenforschungssatelliten Koronas-Foton und Hinode (Solar-B) hatten die Gelegenheit, Bilder von der Sonnenfinsternis und der Wanderung des Mondschattens über die Erdoberfläche aufzunehmen.
Der Mondschatten über China und Taiwan, aufgenommen vom japanischen Satelliten MTSAT:
Eclipse Shadows Southeastern China

Bildergalerien des Instruments TESIS an Bord des russischen Sonnenforschungssatelliten Koronas-Foton:
Der erste Durchgang des Mondes vor der Sonnenscheibe

Der zweite Durchgang des Mondes vor der Sonnenscheibe

Bilder des japanischen Sonnenforschungssatelliten Hinode:
Images of Solar Eclipse as seen by Hinode Satellite

Bilder und Videos der totalen Sonnenfinsternis (Update)

Die längste Sonnenfinsternis des 21. Jahrhunderts hat in Asien trotz Regens und teils dichter Wolkendecke Millionen Menschen in ihren Bann gezogen.
Das Himmelsschauspiel war von Indien über Bangladesch und Birma bis nach China zu sehen. Japan, Indonesien und Hawaii sahen eine partielle Finsternis. Damit überzog die Sonnenfinsternis einige der meistbewohnten Gegenden der Welt.
Als erstes konnten Frühaufsteher im westindischen Bundesstaat Gujarat die Sonnenfinsternis beobachten. In der ostchinesischen Wirtschaftsmetropole Shanghai war das Spektakel dann 36 Minuten später zu sehen.
Insgesamt hatte die Sonnenfinsternis einen Korridor mit 259 Kilometern Breite und etwa 15.000 Kilometern Länge. Über dem Pazifik, in Nähe der Vulkaninsel Kita-Iwojima, war die Sonne sechs Minuten und 39 Sekunden lang komplett vom Mond verdeckt – eine Rekordzeit, die erst von der Finsternis am 13. Juni 2132 übertroffen wird.
In Indien verdarb ein wolkenverhangener Himmel und Regen vielen Schaulustigen das Spektakel. Fünf Millionen Hindus badeten während der Sonnenfinsternis im heiligen Fluss Ganges. In der nordindischen Stadt Kurukshetra nahmen eineinhalb Millionen Pilger während der Finsternis ein Bad, um entsprechend ihrem Glauben ihre Seelen zu reinigen. Zehntausende Hindus begrüßten in Varanasi mit erhobenen Armen die „Wiederkehr“ der Sonne.
Im Südwesten Chinas hatten Millionen Schaulustiger einen klaren Blick auf das Himmelsereignis. In der westchinesischen Küstenstadt Shanghai mussten die Menschen jedoch teilweise dem Regen trotzen – und wurden belohnt, als die Wolkendecke plötzlich doch noch aufriss. Zahlreiche Büroangestellte strömten auf die Straßen, in den Wolkenkratzern Shanghais wurde für die Zeit der Finsternis das Licht ausgeschaltet.
Erste Bilder und Videos der totalen Sonnenfinsternis vom 22. Juli 2009 sind inzwischen online zu bestaunen:

Solar Eclipse Gallery: July 22, 2009

Bilder der Sonnenfinsternis bei Flickr (Dank an Peter)

Solar eclipse seen in China

Flickr-Video: July 22nd Eclipse China, Taiping

Totale Sonnenfinsternis am 22. Juli 2009

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Die totale Sonnenfinsternis vom 11. August 1999.
Foto: Luc Viatour

Am 22. Juli 2009 wird die längste totale Sonnenfinsternis dieses Jahrhunderts über Indien, China und dem Pazifik zu sehen sein. Über dem Arabischen Meer kommt es zum „ersten Kontakt“, der Neumond berührt die Sonne. Mit dem „zweiten Kontakt“ – der Mond verdeckt die Sonne – bricht Dunkelheit über Indien, Bhutan, Myanmar und China herein.
Über dem Pazifik dauert die Phase der Totalität sechs Minuten und 39 Sekunden.

NASA – Total Solar Eclipse of 2009 July 22

(Das in diesem Artikel gezeigte Bild steht unter einer Creative Commons-Lizenz.)

100 Stunden Astronomie: Mit 80 Teleskopen um die Welt

Im Rahmen des Projektes „100 Stunden Astronomie“ vom 2. bis 5. April 2009 soll möglichst vielen Menschen auf der Erde die Möglichkeit gegeben werden, einmal selbst durch ein Teleskop zu blicken. Dieser umfangreichste Programmpunkt des Internationalen Jahres der Astronomie bietet zudem ein besonderes Highlight: während eines 24-stündigen Webcasts gewähren die größten Teleskope der Welt einen Blick hinter die Kulissen! Der Webcast beginnt am 3. April 2009 um 11 Uhr MESZ mit dem Gemini-Teleskop auf Hawaii, wandert langsam in westlicher Richtung um die Welt, und endet am 4. April 2009 um 11 Uhr MESZ beim Hale-Spiegelteleskop des Mount-Palomar-Observatoriums. Das Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile ist ebenso am Webcast beteiligt wie die Weltraumteleskope Hubble, Spitzer und Chandra.

100 Stunden Astronomie: 7. Astronomietag

Anlässlich des Internationalen Jahres der Astronomie hat sich die Vereinigung der Sternfreunde e.V. (VdS) dazu entschlossen, ihren bislang im September durchgeführten deutschlandweiten Astronomietag in den Zeitraum von „100 Stunden Astronomie“ zu verlegen: der 7. Astronomietag wird dieses Jahr somit am Samstag, den 4. April 2009 stattfinden. Es sind bundesweit rund 200 astronomische Einrichtungen beteiligt.

Astronomietag

Ringförmige Sonnenfinsternis

Am morgigen Montag, den 26.01.2009 findet eine ringförmige Sonnenfinsternis statt, deren Zentralzone weitgehend über abgelegenen Gebieten des Indischen Ozeans verläuft. Kurz vor Sonnenuntergang überquert der Finsternispfad zunächst die Cocos Islands – ein Korallen-Atoll, das zu Australien gehört – und dann die indonesischen Hauptinseln Sumatra und Java. Bei zunehmend niedrigem Sonnenstand überquert der Feuerring dann noch Borneo und den Norden von Sulawesi. Augenblicke später endet die ringförmige Verfinsterung in der Celebessee.
Einige „SoFi-Jäger“ sind nach Indonesien und zu den Cocos Islands gereist. Eventuell gibt es bereits am Montagabend erste Bilder der ringförmigen Sonnenfinsternis hier im Blog zu sehen.

NGC 7331


Die Spiralgalaxie NGC 7331 im Sternbild Pegasus ist am Nachthimmel bereits mit kleinen Teleskopen als schwach leuchtender, diffuser Fleck erkennbar. Eine neue Aufnahme des 3,5-Meter-Teleskops am Calar-Alto-Observatorium in Spanien zeigt das Sternsystem nun in seiner ganzen Pracht.
NGC 7331: eine große Spiralgalaxie

Partielle Mondfinsternis über Mitteleuropa

In der Nacht vom 16. auf den 17. August 2008 ist bei uns eine partielle Mondfinsternis zu sehen. Um 21:36 Uhr MESZ tritt der Mond in den kegelförmigen Kernschatten der Erde ein und ist dann in ein dunkles kupferrotes Licht eingetaucht. Zur Mitte der Finsternis um 23:10 Uhr MESZ sind rund 81 Prozent des Vollmondes vom irdischen Kernschatten bedeckt. Um 0:45 Uhr MESZ verlässt unser Trabant die Kernschattenzone wieder, womit der sichtbare Teil der Finsternis abgeschlossen ist. Das eigentliche Ende markiert jedoch erst der Austritt des Mondes aus dem Halbschatten um 1:57 Uhr MESZ.