Kategorie: Sternenhimmel

Fotos, Videos und Berichte von der partiellen SoFi am 04.01.2011 (Update)

In weiten Teilen Deutschlands verdeckten dichte Wolken den Blick auf die partielle Sonnenfinsternis. Einen guten Blick auf die teilweise verfinsterte Sonnenscheibe hatten hingegen Himmelsgucker im Rheinland und in Teilen Bayerns: dort war die Sonne bereits bei ihrem Aufgang als Sichel zu sehen. Im Verlauf des Morgens schob sich der Neumond immer weiter vor das Tagesgestirn, bis gegen 09:20 Uhr rund drei Viertel der Sonnenscheibe verfinstert waren.

Die bislang schönsten Fotos aus dem Forum von Astronomie.de:

SOFI auf der Alm!

SoFi in Wien mit viel Wetterglück

Sofi

Sofi heute über Freital/Sachsen

Weitere Bilder:

Foto von Thierry Legault mit der ISS vor der partiell verfinsterten Sonne

Flickr: Sofi 2011

Flickr: Partial Solar Eclipse 01.04.11

Tolle Aufnahme von Norbert Span: Kosmische Begegnung

Erste Fotos bei SpaceWeather.com

Partial solar eclipse in pictures

Schöner Artikel im Blog von Jan Hattenbach (mit Fotos und Video): Impressionen einer Sonnenfinsternis

Partielle Sonnenfinsternis am 4. Januar 2011

Das astronomische Jahr 2011 beginnt gleich mit einem Highlight: der Halbschatten des Mondes streift vom nördlichen Afrika über Europa und Westasien und erzeugt eine recht beachtliche partielle Sonnenfinsternis. In Mitteleuropa werden bis zu 81 % der Sonnenscheibe vom Mond bedeckt.
In Berlin beginnt die Finsternis um 08:08 Uhr MEZ, wenn die Sonne noch knapp unter dem Horizont steht (die Sonne geht also bereits partiell verfinstert auf), und endet um 10:53 Uhr MEZ.

Bitte beachten: die partiell verfinsterte Sonne darf nur durch spezielle Schutzbrillen oder indirekt – z.B. mit Hilfe einer Projektion – beobachtet werden, ansonsten drohen massive Schädigungen der Augen bis hin zur Blindheit! Ferngläser, Teleskope und Fotoobjektive müssen mit Sonnenfiltern ausgerüstet werden. Der Blick zur Sonne durch ein ungeschütztes optisches Instrument führt in Sekundenbruchteilen zur Erblindung!

Die partielle Sonnenfinsternis am 4. Januar 2011

Die Totale Mondfinsternis vom 21.12.2010 (Update)

Viele Himmelsgucker in Deutschland haben am heutigen Dienstagmorgen vergeblich in Richtung Mond geschaut, da Wolken, Nebel oder auch Schneetreiben die freie Sicht auf den Himmel verdeckten. Wer allerdings bei klarem Wetter gen Himmel blickte, wurde Zeuge einer allmählichen Verdunkelung des untergehenden Vollmondes.
Gegen 7:30 Uhr MEZ tauchte der Mond in den Kernschatten der Erde ein. Während sich die Morgendämmerung ankündigte, wurde die Mondscheibe nach und nach etwa bis zur Hälfte in ein dunkelrotes Licht getaucht. Die totale Verfinsterung des Erdtrabanten, die etwa gegen 8:40 Uhr MEZ begann, war in unseren Breiten allerdings nicht mehr zu beobachten, denn zu diesem Zeitpunkt war der Mond bereits untergegangen.
Da die totale Mondfinsternis vor allem in Nord- und Mittelamerika sowie in Teilen von Südamerika gut zu sehen war, kommen wir dank Internet zumindest im Nachhinein doch noch in den Genuss dieses Himmelsschauspiels:

NASAJPL’s I’m There: Lunar Eclipse Flickr Group

Flickr-Album „20101221 Lunar Eclipse“ von nasa hq photo

Flickr-Album „2010 Lunar Eclipse“ von Flying Jenny

Discovery and the Lunar Eclipse

Collage mehrerer Fotos der MoFi, aufgenommen von Michael Wolf in Ft. Lauderdale, Florida

Lunar Eclipse December 21 2010 Flickr Group

Und hier noch ein schönes Video von William Castleman aus Gainesville, Florida:

Bedeckung der Venus durch den Mond – bei Tageslicht!

Am 11. September 2010 konnte im Süden des afrikanischen Kontinents eine Bedeckung der Venus durch den Erdtrabanten verfolgt werden. Diese Bedeckung fand bei vollem Tageslicht statt, wobei Sonne und Mond nur ungefähr 40 Grad voneinander entfernt standen, was die Anfertigung detailreicher Aufnahmen erschwerte.
Trotz der schwierigen Bedingungen konnte Kerneels Mulder mit seinem 3,5-Zoll-Refraktorteleskop einige gut gelungene Schnappschüsse der Bedeckung machen. Aus den Aufnahmen erstellte er eine kurze Videosequenz und veröffentlichte sie auf dem Videoportal YouTube. Das Video zeigt eindrucksvoll die beleuchteten Halbkugeln von Mond und Venus, nachdem der Planet wieder hinter dem Mondhorizont erscheint.

Bilder und Videos der ringförmigen Sonnenfinsternis

Die ringförmige Sonnenfinsternis am 15. Januar 2010.
Screenshots des Live-Webcasts von den Malediven.
(USTREAM/Television Maldives/Maldives Science Society/astroarts.org)
Zum Vergrößern das Vorschaubild anklicken.

Bilder:

Videos:

Ringförmige Sonnenfinsternis am 15. Januar 2010

Am morgigen 15. Januar findet die längste ringförmige Sonnenfinsternis des dritten Jahrtausends statt.
Die etwa 300 km breite Sichtbarkeitszone beginnt in Afrika im Dreiländereck Kamerun/Zentralafrikanische Republik/Tschad. Der Mondschatten überquert anschließend die Demokratische Republik Kongo, Uganda, Kenia und Somalia. Nach dem Verlassen Afrikas zieht der Mondschatten über den Indischen Ozean, wo einige hundert Kilometer südwestlich der Malediven die maximale Finsternisdauer von knapp über 11 Minuten erreicht wird. Der Weg des Mondschattens führt dann weiter über den Süden Indiens, den Golf von Bengalen, Myanmar (Burma) und China. Die Bewohner der chinesischen Stadt Chongqing, die erst vor einem halben Jahr eine totale Sonnenfinsternis erlebt haben, können nun erneut ein grandioses Himmelsschauspiel beobachten.
Die ringförmige Sonnenfinsternis endet schließlich an der Küste des Gelben Meeres.

Detaillierte Infos auf der Seite von Fred Espenak (NASA)

Partielle Mondfinsternis am 31.12.2009

Das Internationale Jahr der Astronomie 2009 kam am Silvesterabend zu einem angemessenen Ende: um 19:52 Uhr MEZ trat der Mond in den Kernschatten der Erde ein, wobei sein südlicher Rand vollständig verdunkelt wurde.
In weiten Teilen Europas, so auch in Deutschland, wurde die Sicht auf diese partielle Mondfinsternis jedoch durch dichte Wolken behindert oder war gänzlich unmöglich.
Amateur-Astronomen in Spanien und Indien hingegen hatten klare Sicht auf das Himmelsschauspiel und konnten beeindruckende Webcasts auf die Beine stellen.
Wenige Stunden später gab’s im Internet dann die ersten Bilder zu sehen, wie z.B. diese schöne Montage der MoFi von Anthony Ayiomamitis aus Athen, diese Aufnahme von Daniel Lynch aus Dublin oder diese von Ashmeet Singh aus Delhi. Eine Bildergalerie mit den schönsten und originellsten Aufnahmen der Mondfinsternis kann man bei SpaceWeather.com bestaunen. Und auch YouTube blieb nicht von diesem Himmelsereignis verschont, wie anhand des oben gezeigten, „dramatischen“ Videos aus der Schweiz zu sehen ist.

Astronomische Nacht im Garten des Weißen Hauses

Die Großstadt Washington D.C. ist aufgrund ihres lichtverschmutzten Himmels sicherlich kein so toller Standort für astronomische Beobachtungen. Wenn allerdings niemand geringerer als US-Präsident Barack Obama einlädt, werden auch die paar Sterne interessant, die vom Garten des Weißen Hauses aus sichtbar sind.
Am 7. Oktober 2009 begrüßten Obama und seine Frau Michelle etwa 150 Schüler zu einer astronomischen Nacht. Unterstützt wurden sie dabei von den vier Astronauten Buzz Aldrin, Sally Ride, John Grunsfeld und Mae Jamieson, dem Wissenschaftsberater des Präsidenten, John Holdren, sowie dem NASA-Administrator Charles Bolden und seiner Stellvertreterin Lori Garver.
Ebenfalls anwesend waren Caroline Moore, mit 14 Jahren die bislang jüngste Entdeckerin einer Supernova, und Lucas Bolyard, der in archivierten Beobachtungsdaten von Radioteleskopen die Signale eines Pulsars entdeckt hatte.

370-Millionen-Pixel-Blick auf den Lagunennebel

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GigaGalaxy Zoom
- Atemberaubender Blick auf den Lagunennebel -
(ESO)

Heute wurde das dritte, 370 Millionen Pixel große Bild des Projektes „GigaGalaxy Zoom“ veröffentlicht. Es bietet einen atemberaubenden Blick auf den Lagunennebel, einen Emissions- und Reflexionsnebel im Sternbild Schütze. Der Nebel ist etwa 5.200 Lichtjahre von der Erde entfernt.

The Trilogy is Complete – GigaGalaxy Zoom Phase 3

Unsere galaktische Heimat in 340 Millionen Pixeln

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Das zweite Bild des Projektes GigaGalaxy Zoom.
(ESO/Stéphane Guisard)

Letzte Woche wurde vom Projekt GigaGalaxy Zoom ein interaktives 360-Grad-Panorama des gesamten Nachthimmels veröffentlicht – mit dem Versprechen, noch zwei weitere zoombare Bilder online zu stellen.
Das zweite Bild ist ab heute verfügbar: es eröffnet dem Betrachter einen wunderbaren Blick auf das Zentrum unserer galaktischen Heimat zwischen den Sternbildern Schütze und Skorpion.
Rechts erkennt man die farbenfrohe Rho Ophiuchi Region und den Roten Riesenstern Antares. Die staubige Spur unserer Milchstraße zieht sich quer durch das Bild – übersät mit markanten, rötlichen Nebeln, wie z.B. dem Lagunennebel (M8), dem Trifidnebel (M20), sowie dem Emissionsnebel NGC 6357 und dem Katzenpfotennebel NGC 6334.
Das Mosaik wurde aus über 1.200 Einzelbildern zusammengesetzt, die 52 verschiedene Himmelsregionen abdecken. Das in insgesamt 200 Stunden Belichtungszeit entstandene Bild hat eine Größe von 24.403 x 13.973 Pixeln.
Viel Spaß damit!

A 340-million pixel starscape from Paranal