Computersimulationen deuten darauf hin, dass bestimmte Klippen und Steilhänge auf Merkurs Oberfläche das Ergebnis von Druckspannungen sind, die durch Konvektion innerhalb des Mantels des Planeten hervorgerufen wurden.
Pattern of lobate scarps on Mercury’s surface reproduced by a model of mantle convection
Kategorie: Merkur
Meteoriten vom Merkur
Unter den Meteoriten, die ständig auf der Erde niedergehen, könnten durchaus auch Felsbrocken vom Merkur sein. Für diese Annahme sprechen Modellrechnungen der beiden Astronomen Brett Gladman und Jaime Coffey von der University of British Columbia in Vancouver. Der Planet Merkur ist sehr rasch auf seiner Bahn unterwegs, da er tief im Schwerkrafttrichter der Sonne liegt. Auch Asteroiden, die seine Bahn kreuzen, gewinnen reichlich an Fahrt. Die Folge sind hohe Einschlaggeschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern pro Sekunde. Bei solchen Einschlägen können Trümmer mit bis zu 35 Kilometern pro Sekunde ins All geschleudert werden – dies ist ein Vielfaches von Merkurs Fluchtgeschwindigkeit. Den Berechnungen der beiden Forscher zufolge könnten bei einer Geschwindigkeit der Trümmer, die knapp 20 Kilometer pro Sekunde beträgt, bereits bis zu 5 Prozent der Trümmerstücke auf der Erde niedergehen.
Mercurian impact ejecta: Meteorites and mantle
Raumsonde MESSENGER – Aufnahmen von Merkur I.
Vor gut einer Woche flog die Raumsonde MESSENGER das erste Mal am Merkur vorbei. Jetzt hat das für die Raumsonde zuständige Forscherteam die ersten Bilder des nahen Vorbeiflugs veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen Ansichten der bisher unbekannten Rückseite des innersten Planeten unseres Sonnensystems. Besonders beeindruckend ist diese Aufnahme einer Region nahe des Südpols. Die schräg einfallende Sonne lässt dabei die Krater und andere Erhebungen der Oberfläche deutlich hervortreten.
Des weiteren wurde die erste Farbaufnahme von Merkur veröffentlicht.
Die unbekannte Seite des Merkur
Nach über 30 Jahren flog am Montagabend erstmals wieder eine Raumsonde am sonnennächsten Planeten Merkur vorüber (siehe Erster Merkur-Flyby von MESSENGER). Bei ihrer Passage fotografierte MESSENGER auch Regionen des Planeten, die bislang vollkommen unbekannt waren. Der Planet zeigt sich hier ebenfalls als ein von vielen Kratern überzogener Himmelskörper. Weitere Daten und Bilder des Vorbeiflugs werden in den folgenden Tagen erwartet.
Das oben gezeigte Bild entstand aus einer Entfernung von etwa 27.000 Kilometern und rund 80 Minuten nach der größten Annäherung der Sonde. Auf dem Bild sind Details bis zu einer Größe von zehn Kilometern zu sehen. Oben rechts erkennt man das Caloris-Becken, dessen westlicher Teil bislang noch nie beobachtet worden war.
Erster Merkur-Flyby von MESSENGER
Mit Mariner 10 flog im Jahr 1975 das letzte Mal eine Raumsonde am Planeten Merkur vorbei. Nach über 30 Jahren besucht jetzt wieder eine Sonde den innersten und kleinsten Planeten unseres Sonnensystems. In knapp einer Woche wird der erste Vorbeiflug von MESSENGER erfolgen: am 14. Januar gegen 20 Uhr MEZ wird die NASA-Sonde in nur 200 Kilometer Abstand über die kraterübersäte Oberfläche des Merkur fliegen. Bei diesem Flyby wird man Gegenden zu sehen bekommen, die noch niemals zuvor fotografiert worden sind!
MESSENGER Missions-Homepage
Mercury is Soft in the Middle
A team of astronomers has discovered that tiny Mercury has a molten core, just like our own planet. The discovery was made using three ground-based radio observatories that bounced radio waves off the planet, and then analysed the return signals. Before this research, scientists were divided about the structure of Mercury. Most models predicted that it has an iron-rich core, but it wasn’t known if it had completely cooled, or was still liquid inside.
NASA Antenna Cuts Mercury to Core, Solves 30 Year Mystery
Mercury has molten core, Cornell researcher shows
Mercury’s Soft Center – Ground-based telescopes find strong evidence that Mercury has molten core
