PostHeaderIcon Spektrometer auf Rosetta zeigt UV-Fingerabdruck der Erde

Eines der Instrumente an Bord der Raumsonde Rosetta ist das Ultraviolett-Spektrometer “Alice” der NASA. Es dient dazu, die Zusammensetzung der Atmosphäre und der Oberfläche des Zielkometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko zu untersuchen. Beim letzten Vorbeiflug der Sonde an der Erde am 13. November 2009 wurde das Gerät erfolgreich getestet, indem es die Erde im Ultravioletten aufnahm.

NASA’s Rosetta “Alice” spectrometer reveals Earth’s ultraviolet fingerprint in Earth flyby

Bilder zur Pressemeldung des SwRI

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PostHeaderIcon Bilder und Videos der ringförmigen Sonnenfinsternis

Die ringförmige Sonnenfinsternis am 15. Januar 2010.
Screenshots des Live-Webcasts von den Malediven.
(USTREAM/Television Maldives/Maldives Science Society/astroarts.org)
Zum Vergrößern das Vorschaubild anklicken.

Bilder:

Videos:

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PostHeaderIcon Erdbeben auf Haiti – Linkliste

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PostHeaderIcon Solscape’s News Links #3

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PostHeaderIcon Ringförmige Sonnenfinsternis am 15. Januar 2010

Am morgigen 15. Januar findet die längste ringförmige Sonnenfinsternis des dritten Jahrtausends statt.
Die etwa 300 km breite Sichtbarkeitszone beginnt in Afrika im Dreiländereck Kamerun/Zentralafrikanische Republik/Tschad. Der Mondschatten überquert anschließend die Demokratische Republik Kongo, Uganda, Kenia und Somalia. Nach dem Verlassen Afrikas zieht der Mondschatten über den Indischen Ozean, wo einige hundert Kilometer südwestlich der Malediven die maximale Finsternisdauer von knapp über 11 Minuten erreicht wird. Der Weg des Mondschattens führt dann weiter über den Süden Indiens, den Golf von Bengalen, Myanmar (Burma) und China. Die Bewohner der chinesischen Stadt Chongqing, die erst vor einem halben Jahr eine totale Sonnenfinsternis erlebt haben, können nun erneut ein grandioses Himmelsschauspiel beobachten.
Die ringförmige Sonnenfinsternis endet schließlich an der Küste des Gelben Meeres.

Detaillierte Infos auf der Seite von Fred Espenak (NASA)

Live-Webcast aus Varkala, Indien

Live-Webcast von den Malediven

Live-Berichterstattung bei NDTV.com

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PostHeaderIcon Erste direkte Aufnahme eines Exoplaneten-Spektrums

Der erste direkte Blick in die Gashülle eines Exoplaneten bei einem sonnenähnlichen Stern ist einer kanadisch-deutschen Forschergruppe um Markus Janson von der Universität Toronto gelungen. Ihre Beobachtungen zeigen, dass die Vorstellungen über planetarische Atmosphären überdacht werden müssen.
Der ferne Planet, einer von drei Begleitern des Sterns HR 8799 im Sternbild Pegasus, besitzt etwa das Zehnfache der Masse des Jupiter und weist eine Oberflächentemperatur von etwa 800 Grad Celsius auf. Auf Basis dieser Daten waren chemische Modelle seiner Atmosphäre entwickelt worden. Die zugehörigen Infrarotspektren weichen jedoch klar von dem jetzt direkt beobachteten Spektrum ab: die Gashülle des Exoplaneten HR 8799 c lässt überraschend wenig langwellige Wärmestrahlung passieren. Eine mögliche Erklärung ist, dass sie weniger Methan und dafür mehr Kohlenmonoxid enthält als vorhergesagt.
Janson und seine Kollegen vom Heidelberger Max-Planck-Institut für Astronomie nutzten für ihre Beobachtungen das Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile.

Erster direkter “chemischer Fingerabdruck” eines Exoplaneten, der einen sonnenähnlichen Stern umkreist

VLT Captures First Direct Spectrum of an Exoplanet

Spatially resolved spectroscopy of the exoplanet HR 8799 c (PDF)

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PostHeaderIcon Schweres Erdbeben auf Haiti

Eine Erdbebenserie mit mehr als zehn schweren Erdstößen hat die Bewohner des Karibikstaates Haiti in Angst und Schrecken versetzt – und offenbar für sehr viele Todesopfer gesorgt. Das heftigste Beben gestern um 22:53 Uhr MEZ hatte laut der Erdbebenwarte des USGS eine Stärke von 7,0. Das Zentrum des Bebens lag nur 15 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Port-au-Prince, wo unter anderem der Präsidentenpalast zerstört wurde.

Gunnar hat weitere Details:

Warum passierte das Erdbeben in Haiti?

Haiti Erdbeben update: die angekündigte Katastrophe?

Haiti-Erdbeben update

Erdbeben in Haiti – Mögliche Folgegefahren

Haiti, erneutes Erdbeben

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PostHeaderIcon Die Galileischen Monde – Tabellen, Weblinks & more

Bahndaten und physikalische Eigenschaften

IoEuropaGanymedKallisto
Mittlere Entfernung von Jupiter422.000 km671.000 km1.070.000 km1.883.000 km
Durchmesser*3.643 km3.130 km5.268 km4.806 km
Masse8,93 x 10²² kg4,8 x 10²² kg1,5 x 10²³ kg1,08 x 10²³ kg
Dichte3,56 g/cm³3,01 g/cm³1,94 g/cm³1,85 g/cm³
Umlaufzeit**1,77 Tage3,55 Tage7,16 Tage16,7 Tage
Bahnneigung gegen die Ekliptik0,04°0,47°0,21°0,51°
Zusammensetzung der AtmosphäreSchwefeldioxidSauerstoffSauerstoffKohlendioxid

*Zum Vergleich: der Durchmesser des Planeten Merkur beträgt 4.880 km, der des Erdmondes 3.476 km.
**Die Galileischen Monde besitzen allesamt eine gebundene Rotation, d.h. ihre Rotationsperioden sind identisch mit ihren Umlaufzeiten; die Monde wenden dem Jupiter stets dieselbe Seite zu.

Bildergalerie
(Zum Vergrößern die jeweiligen Vorschaubilder anklicken.)

Die Fotos für diese Montage der Galileischen Monde wurden am 6. März 1979 von Voyager 1 während ihrer Annäherung an Jupiter aufgenommen. Io (oben links), Europa (oben rechts), Ganymed (unten links) und Kallisto (unten rechts) sind hier in ihrer korrekten relativen Größe abgebildet. Die Fotos von Io und Europa wurden aus einer Entfernung von 2,9 Millionen Kilometer aufgenommen, das Foto von Ganymed aus 3,4 Millionen Kilometer, und das von Kallisto aus 6,9 Millionen Kilometer Entfernung. Die Auflösung aller Fotos – mit Ausnahme desjenigen von Kallisto – beträgt etwa 50 km pro Bildpunkt; für Kallisto sind es 100 km pro Bildpunkt.
(NASA/JPL/astroarts.org)

Die Galileischen Monde, aufgenommen von Voyager.

Dies ist eine Montage der besten Fotos von den vier größten Jupitermonden, aufgenommen vom Long Range Reconnaissance Imager (LORRI) an Bord der Raumsonde New Horizons während des Jupiter-Vorbeiflugs am 27. und 28. Februar 2007. Die Fotos wurden so skaliert, dass sie die korrekte relative Größe der Monde wiedergeben. Außerdem sind Io, Europa, Ganymed und Kallisto (v.l.n.r.) in der Reihenfolge ihres Abstands von Jupiter angeordnet.
(NASA, JHU/APL, SwRI, astroarts.org)

Familienportrait der Jupitermonde,
aufgenommen von New Horizons.

In dieser Collage des Jupiter-Systems schweben die vier größten Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto (v.l.n.r.) über dem Rand des Jupiter mit seinem Großen Roten Fleck. Die Fotos von Jupiter, Io und Ganymed wurden im Juni 1996 von der Raumsonde Galileo aufgenommen, das Foto von Europa im September 1996. Das Foto von Kallisto stammt von Voyager 1 und wurde am 6. März 1979 aufgenommen.
(NASA/JPL/DLR/astroarts.org)

Die Galileischen Monde über dem Großen Roten Fleck.

Collage des Jupiter-Systems aus Aufnahmen der Raumsonden Voyager und Galileo.
Der Ausschnitt unten rechts zeigt die Valhalla-Region auf Kallisto. Ganymed befindet sich in der unteren Bildmitte, Europa rechts oberhalb von Ganymed. Der Mond links oben ist Io.
(NASA/JPL/Calvin J. Hamilton, solarviews.com/astroarts.org)

Collage des Jupiter-Systems.

Weblinks

Galileo Galilei – 400 Years of Stellar Observations

Discovery of the Galilean Satellites

Galileo’s First Jupiter Observations

Wolfram Alpha Blog – Recreating Galileo’s Discovery: 400 Years Later

Dr. Schenk’s 3D House of Satellites

YouTube-Kanal von galsat400

Galileo’s Medicean Moons

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PostHeaderIcon Kallisto – eine alte, mit Kratern übersäte Welt

Der am weitesten von Jupiter entfernte Galileische Mond Kallisto ist eine einfache Welt mit geringen Anzeichen für innere Aktivität. Da er mit mehr Kratern übersät ist als die anderen drei großen Jupitermonde, muss seine Oberfläche am ältesten sein. Sie hat sich seit der Entstehung vor etwa 4,6 Milliarden Jahren vermutlich nicht mehr verändert und stellt somit ein Fossil aus dem solaren Urnebel dar.
Insofern ist Kallisto dem Planeten Merkur und dem Erdmond äußerlich sehr ähnlich, aber er unterscheidet sich doch in vielerlei Hinsicht von ihnen. So gibt es weder große Krater noch Vulkanebenen oder Gebirgszüge. Außerdem sind die Krater auf Kallisto viel flacher als jene auf dem Erdmond. Offenbar ist Kallistos Eiskruste nicht stabil genug, um die schweren Ringwälle zu tragen. Möglicherweise verformten und glätteten auch gletscherartige Eisbewegungen viele Krater.

Cratering Rates on the Galilean Satellites (PDF)

Fractures, Scarps, and Lineaments on Callisto and their Correlation with Surface Degradation (PDF)

A model for the interior structure, evolution, and differentiation of Callisto

Geological Evidence for an Ocean on Callisto (PDF)

Bildergalerie
(Zum Vergrößern die jeweiligen Vorschaubilder anklicken.)

Kallisto ist von einer Vielzahl von Kratern überzogen, die in seiner stahlharten Eisoberfläche erhalten blieben. Sie sind sehr flach. Außerdem gibt es kaum große Krater, so dass der Rand des Mondes keine Oberflächenerhebung zeigt. Viele Krater sind von hellen Ringen umgeben, bei denen es sich um klares Wasser handelt, das bei den Meteoriteneinschlägen auf die schmutzige Oberfläche gelangte.
Bildmosaik aus Aufnahmen der Raumsonde Voyager 1 vom 6. März 1979.
(NASA/JPL/Daniel Macháček/astroarts.org)

Kallisto

Die auffälligste Erscheinung auf Kallisto ist ein ausgedehntes System konzentrischer Ringe namens Valhalla. Vor langer Zeit schlug hier ein Meteorit ein, der – wie ein ins Wasser fallender Stein – ringförmige Wellen erzeugte, die anschließend gefroren. Offenbar versanken die Reste des Meteoriten unter der Oberfläche von Kallisto, so dass nur das Ringsystem mit einem Radius von etwa 1.500 Kilometern übrig blieb.
Stereografische Projektion eines Bildmosaiks aus Aufnahmen der Raumsonde Voyager 1.
(NASA/astroarts.org)

Valhalla

Morgen hier bei Solscape: Die Galileischen Monde – Tabellen, Weblinks & more

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PostHeaderIcon Ganymed – eine Welt aus Kratern und Spalten

Ganymed ist der größte Mond im Sonnensystem. Von seinem Durchmesser übertrifft er sogar den Planeten Merkur. Seine Dichte ist jedoch so gering, dass er im Wesentlichen aus Wassereis bestehen muss. Erkenntnisse, die mittels der Raumsonden Voyager und Galileo gewonnen wurden, zeigen, dass Ganymed von einem dicken Mantel aus Wassereis bedeckt ist. Zudem gibt es starke Hinweise auf einen subglazialen Ozean.
Ganymeds Oberfläche zeigt Anzeichen für eine ganze Reihe von geologischen Aktivitäten, einschließlich Krustenbewegungen und Gebirgsbildung. Die Eishülle ist in mehrere dunkle Blöcke zerbrochen, die zig Kilometer weit über die Oberfläche geschoben wurden. Andere Gebiete sind von gefalteten Gebirgsketten überzogen.
Wahrscheinlich zerbrach die Oberfläche Ganymeds in Folge einer generellen Ausdehnung. In einer frühen Phase sank das Gestein ins Innere ab, und das Eis stieg nach oben. Dort dehnte es sich wegen des geringeren äußeren Drucks aus. Diese Krustenexpansion ist möglicherweise sowohl für die dunklen Blöcke als auch für die Gebirge verantwortlich. Es gibt Gebirge, die sich überlagern, andere winden sich ineinander. Einige Bergzüge überqueren Krater, während man auch Krater auf den Bergen findet. Daraus schließen Planetologen, dass die Gebirge über einen längeren Zeitraum hinweg entstanden sind. Wahrscheinlich dauerte die Krustendeformation eine Milliarde Jahre lang an. Kraterzählungen zeigten, dass selbst der jüngste Berg auf Ganymed noch drei Milliarden Jahre alt ist.

Geologic evolution of Galileo Regio, Ganymede

Lateral Displacement in Northern Marius Regio, Ganymede: Evidence from Galileo SSI Data

The formation of Ganymede’s grooved terrain: Numerical modeling of extensional necking instabilities

Hydrated Salt Minerals on Ganymede’s Surface: Evidence of an Ocean Below

Bildergalerie
(Zum Vergrößern die jeweiligen Vorschaubilder anklicken.)

Bildmosaik von Ganymed, erstellt aus Fotos, die von der Raumsonde Voyager 2 aus einer Entfernung von rund 300.000 Kilometern aufgenommen wurden. Der älteste dunkle Bereich, Galileo Regio, befindet sich oben rechts im Bild. Er ist von dem kleineren dunklen Bereich Marius Regio (Bildmitte) durch ein helles, relativ junges Band namens Uruk Sulcus getrennt. Frisches Eis aus dem neu entstandenen Osiris-Krater schuf die hellen Strahlen am unteren Bildrand.
(NASA/JPL/Bildmosaik: astroarts.org)

Ganymed

Auf Ganymeds Oberfläche erkennt man zahlreiche Blöcke, die in der Eisoberfläche eingefroren sind. Sie vermitteln den Eindruck von eisüberzogenen “Kontinenten”, die auf durchscheinendem Eis schwimmen. Offenbar haben sich die einzelnen Blöcke aufgrund der Krustenexpansion voneinander getrennt. Bei dem hell leuchtenden Material in der Umgebung von Kratern handelt es sich um frisches, reines Eis, das beim Einschlag des Meteoriten aus dem Mondinneren herausspritzte.
Dieses Farbbild wurde von Voyager 1 am 5. März 1979 aus einer Entfernung von etwa 230.000 Kilometern aufgenommen.
(NASA/JPL/astroarts.org)

Kantige Blöcke auf Ganymed.

Bildmosaik von der Oberfläche des Jupitermondes Ganymed, erstellt aus Fotos, die am 28. Dezember 2000 von der Raumsonde Galileo aus einer Entfernung von rund 70.000 Kilometern aufgenommen wurden.
(NASA/JPL/Space Science Institute/Gordan Ugarkovic/astroarts.org)

Nahaufnahme der Oberfläche von Ganymed.

Diese Aufnahme des Weltraumteleskops Hubble vom 9. April 2007 zeigt, wie sich Ganymed gerade hinter Jupiter schiebt und daher nur noch teilweise sichtbar ist. Von der Erde aus gesehen verschwindet der Mond alle sieben Tage hinter dem östlichen Horizont des Jupiter, um wenig später auf der anderen Seite wieder zu erscheinen.
(NASA, ESA, and E. Karkoschka (University of Arizona))

Ich bin dann mal eben weg...

Morgen hier bei Solscape: Kallisto – eine alte, mit Kratern übersäte Welt

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