Exakt nach Plan schlug heute um 13:31 Uhr MESZ die 2,3 Tonnen schwere Centaur-Oberstufe (ein Teil der Trägerrakete der Mondsonde LRO) auf dem Mond ein, vier Minuten später folgte ihr dann die kleine Raumsonde LCROSS (Lunar CRater Observation and Sensing Satellite). Das Zielgebiet war der Krater Cabeus in der Nähe des Mondsüdpols.
Vom Einschlag der Centaur-Oberstufe war jedoch weder auf den Rohbildern von LCROSS noch auf den Aufnahmen erdgebundener Teleskope etwas zu sehen. Demnach wurde entgegen der Erwartungen offensichtlich keine große Staubfontäne aufgewirbelt. Auf einer Pressekonferenz wenige Stunden nach den Einschlägen zeigten sich die NASA-Forscher dennoch erfreut über die große Menge an Daten von LCROSS. Nach Angaben des Projekt-Wissenschaftlers Anthony Colaprete dürfte die Auswertung dieser Daten mehrere Wochen dauern.
Die Forscher erhoffen sich von dieser Analyse den endgültigen Beleg dafür, dass es am Boden des Kraters Wassereis gibt. Sie gehen davon aus, dass sich tief unten in Mondkratern, die nicht direkten Sonnenstrahlen ausgesetzt sind, Wassereis gesammelt haben könnte.
NASA Spacecraft Impacts Lunar Crater in Search for Water Ice

