Kategorie: Video

LCROSS schlägt wie geplant auf dem Mond ein

Exakt nach Plan schlug heute um 13:31 Uhr MESZ die 2,3 Tonnen schwere Centaur-Oberstufe (ein Teil der Trägerrakete der Mondsonde LRO) auf dem Mond ein, vier Minuten später folgte ihr dann die kleine Raumsonde LCROSS (Lunar CRater Observation and Sensing Satellite). Das Zielgebiet war der Krater Cabeus in der Nähe des Mondsüdpols.
Vom Einschlag der Centaur-Oberstufe war jedoch weder auf den Rohbildern von LCROSS noch auf den Aufnahmen erdgebundener Teleskope etwas zu sehen. Demnach wurde entgegen der Erwartungen offensichtlich keine große Staubfontäne aufgewirbelt. Auf einer Pressekonferenz wenige Stunden nach den Einschlägen zeigten sich die NASA-Forscher dennoch erfreut über die große Menge an Daten von LCROSS. Nach Angaben des Projekt-Wissenschaftlers Anthony Colaprete dürfte die Auswertung dieser Daten mehrere Wochen dauern.
Die Forscher erhoffen sich von dieser Analyse den endgültigen Beleg dafür, dass es am Boden des Kraters Wassereis gibt. Sie gehen davon aus, dass sich tief unten in Mondkratern, die nicht direkten Sonnenstrahlen ausgesetzt sind, Wassereis gesammelt haben könnte.

NASA Spacecraft Impacts Lunar Crater in Search for Water Ice

Raumfähre "Discovery" sicher gelandet

Nach zwei Wochen im All ist die Raumfähre „Discovery“ sicher auf die Erde zurückgekehrt. Die Landung erfolgte heute um 02:53 Uhr MESZ auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards im US-Bundesstaat Kalifornien. Wegen eines Wolken verhangenen Himmels mussten die Landeversuche auf der Piste des Kennedy Space Center in Florida wiederholt kurzfristig abgesagt werden.
Normalerweise versucht die NASA, derartige Umwege ihrer Raumfähren zu vermeiden, weil diese dann mit einem Kostenaufwand von rund zwei Millionen Dollar (etwa 1,36 Millionen Euro) wieder nach Florida geschafft werden müssen.
Die Mission der „Discovery“ war die vierte von fünf für dieses Jahr geplanten Shuttle-Missionen. Im November soll die „Atlantis“ zur Internationalen Raumstation fliegen.

Das Auge 3D

Dokumentarfilmer Nikolai Vialkowitsch war im Juni zu Dreharbeiten beim Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) auf dem chilenischen Cerro Paranal. Am 29. Oktober 2009 ist der Kinostart seines Films „Das Auge 3D – Leben und Forschen auf dem Cerro Paranal“. Das obige Video ist schon mal ein kleiner Vorgeschmack.

Japans erster Raumfrachter gestartet

Um die Internationale Raumstation auch nach dem Ende der Shuttle-Flüge regelmäßig mit Vorräten versorgen zu können, tritt künftig ein System aus unbemannten Transportern in Aktion.
Nach dem erfolgreichen Erstflug des europäischen ATV „Jules Verne“ im vergangenen Jahr startete heute erstmals ein japanischer Weltraumfrachter zur ISS. Die Trägerrakete H-IIB mit dem neuen Schwerlastträger an Bord hob um 19:01 Uhr MESZ vom Tanegashima Space Center im Süden Japans ab. Am 17. September soll der als HTV-1 bezeichnete Weltraumfrachter die ISS erreichen und an das dortige Harmony-Modul ankoppeln.

JAXA – HTV/H-IIB Special Site

Raumfähre "Discovery" zur ISS gestartet

Nach Fehlversuchen wegen schlechten Wetters und technischer Probleme ist die Raumfähre „Discovery“ heute um 05:59 Uhr MESZ gestartet – pünktlich zu ihrem 25. Geburtstag.
Sieben Astronauten sind unterwegs zur Internationalen Raumstation, unter ihnen ESA-Astronaut Christer Fuglesang, der bereits zum zweiten Mal ins All fliegt. Fuglesang soll an zwei der drei geplanten Außenbordeinsätze der Mission STS-128 teilnehmen. Die ISS wird damit auf die Ankunft des in Europa gebauten Verbindungssegments „Node 3“ vorbereitet, das im Februar kommenden Jahres zur Raumstation gebracht werden soll.

NASA – Space Shuttle

Rasterkraftmikroskop macht die Struktur eines Moleküls sichtbar

molekül

Aufnahme eines Pentacenmoleküls
per Rasterkraftmikroskopie.
(IBM Research, Zürich)
Zum Vergrößern das Bild anklicken.

Wissenschaftlern um Leo Gross vom IBM-Forschungslabor in Zürich ist es mit Hilfe der Rasterkraftmikroskopie erstmals gelungen, ein einzelnes Molekül abzubilden. Als Objekt wählten die Forscher Pentacen, einen aromatischen Kohlenwasserstoff, der aus fünf Benzolringen besteht. Auf dem Bild sind die Benzolringe klar zu erkennen. Auch die Positionen der Kohlenstoffatome und die Bindungen zwischen ihnen lassen sich ausmachen, selbst die Wasserstoffatome sind zu erahnen.

IBM Scientists First to Image the “Anatomy” of a Molecule

The Chemical Structure of a Molecule Resolved by Atomic Force Microscopy

The Atomic Force Microscopy Resource Library

Hurrikan Bill

Der neue NOAA-Satellit GOES-14 hat am 20. August 2009 ein Video vom Hurrikan Bill aufgenommen, dem ersten Hurrikan der diesjährigen Saison.
Bill erzeugt anhaltende Winde mit einer Geschwindigkeit von 217 Kilometern pro Stunde, was ihn zu einem Hurrikan der Kategorie 4 macht.
Bill hat einen Durchmesser von über 1.200 Kilometern, sein teilweise mit Wolken gefülltes Auge hat eine Ausdehnung von fast 50 Kilometern.

First IR Image from Newest Weather Satellite Captures Hurricane Bill

Earth Observatory: Bilder des Hurrikans Bill

Hurrikan Bill, aufgenommen von der Besatzung der ISS

Mondregenbogen über Patagonien

Genau wie Regenbögen von der Sonne beleuchtet werden, werden Mondregenbögen vom Mond beleuchtet. Da die Sonne sehr viel heller als der Mond ist, leuchten von der Sonne beschienene Regenbögen viel stärker und sind häufiger zu beobachten als Mondregenbögen. Der Zeitraffer-Film zeigt nicht nur einen Mondregenbogen, sondern auch mehrere Regenbögen, wandernde Wolken und den Sternenhimmel, wie er im Februar 2009 über Patagonien in Chile zu sehen war. Die geringfügige Bewegung der Regenbögen entsteht durch die sich verändernde Himmelsposition der Sonne. Da das Mondlicht reflektiertes Sonnenlicht ist, sind die Farben des Mondregenbogens fast dieselben wie die der Regenbögen. Sowohl die Regenbögen als auch der Mondregenbogen entstanden durch Licht, das in kleinen Wassertröpfchen gestreut wurde – typischerweise von einem Regenfall ganz in der Nähe. Die Regentropfen verhalten sich dabei wie Miniaturprismen, die zusammen das pittoreske Spektrum an Farben erzeugen, das zu beobachten ist.