Logo

Archiv für Saturn

Kryovulkanismus auf Titan

Die Daten mehrerer Vorbeiflüge der Raumsonde Cassini am Titan legen die Vermutung nahe, dass es auf dem Saturnmond Kryovulkanismus gibt. Kryovulkane sind Gebilde, welche anstelle von Lava sehr kalte, flüchtige Bestandteile wie Methan, Ammoniak oder Wasser ausspeien.

Titan’s Volcanoes Give NASA Spacecraft Chilly Reception

Plattentektonik auf Saturnmond Enceladus

enceladus4_nasa
Paul Helfenstein von der Cornell University in Ithaca, New York, konnte anhand der hochaufgelösten Aufnahmen der Raumsonde Cassini eine Art Plattentektonik auf Enceladus ausmachen. Wie auf der Erde gibt es auf dem Saturnmond Spreizungszonen, an denen neue Kruste entsteht und Gebirgsgürtel, an denen alte Kruste zusammengeschoben und dabei gestaucht wird. Allerdings ist die Tektonik auf den Mondsüdpol beschränkt. Helfenstein gelang es, die Krustenbewegungen auf Enceladus zu kartieren und in der Zeit zurückzuextrapolieren. Er schnitt auf Mosaikkarten ältere Gebiete an ihren Rändern aus, und stellte fest, dass die Ränder an den Seiten praktisch nahtlos aneinanderpassen, ähnlich wie die Ostküste Südamerikas an die Westküste Afrikas passt.
Enceladus’ Shifting Terrain

Cassini entdeckt geheimnisvolle Aurora auf Saturn


Saturn hat seine eigene, einmalige Art von Aurora, welche die Polkappen aufleuchten lässt und mit keiner anderen planetaren Aurora im Sonnensystem vergleichbar ist. Diese seltsame Aurora zeigte sich der Raumsonde Cassini im Infrarot.
Cassini Finds Mysterious New Aurora on Saturn

Cassinis Blick auf die Tigerstreifen


Am 31. Oktober 2008, während des zweiten nahen Vorbeiflugs an Enceladus im Monat Oktober, nahmen die Kamera und andere optische Messgeräte an Bord der Raumsonde Cassini die Bruchlinien auf, welche den Saturnmond in der Südpolregion durchziehen (die sog. “Tigerstreifen”) und aus denen Geysire Eispartikel ins All schleudern. Die höchstaufgelösten Bilder zeigen Einzelheiten von etwa neun Metern Größe.
Cassini Skeet Shoots Again

Elektrische Aktivität in Titanatmosphäre

Physiker der Universität von Granada und der Universität von Valencia (Spanien) konnten anhand der Analyse von Daten der Sonde Huygens nachweisen, dass es in der Atmosphäre des größten Saturnmondes Titan elektrische Aktivitäten gibt.

Spanish scientists confirm the existence of electric activity in Titan, the largest moon of Saturn
(lokal gespeicherte PDF-Datei des Original-Artikels)

Die stürmischen Pole des Saturn

Und noch einmal Saturn. Diesmal geht es um die beiden gigantischen Zyklone an den Polen des Ringplaneten. Mit dem Visual and Infrared Mapping Spectrometer (VIMS) an Bord der Raumsonde Cassini konnten jetzt mehrere Aufnahmen von den Polarregionen des Saturn gemacht und teilweise zu einem Film kombiniert werden. Die Bilder zeigen weitaus mehr Details als frühere Aufnahmen.
Giant Cyclones at Saturn’s Poles Create a Swirl of Mystery

Woher der Saturn seine Ringe hat

Warum von den Planeten des Sonnensystems ausgerechnet der Saturn ein so auffallendes Ringsystem besitzt, haben Sébastien Charnoz von der Universität Paris Diderot und seine Kollegen jetzt möglicherweise geklärt. Demnach sind die spektakulären Ringe während eines Kometen- und Asteroidenschauers vor rund vier Milliarden Jahren entstanden. Damals lagen zwar alle Planeten unter einem heftigen Bombardement, doch beim Saturn trafen und zerlegten sie einen seiner Monde. Die Bruchstücke dieses Mondes verteilten sich dann um den Gasplaneten und bildeten ein Ringsystem.
Did Saturn’s rings form during the Late Heavy Bombardment ?

Wikipedia: Großes Bombardement

Saturns Magnetfeld färbt auf Titan ab

Daten der Raumsonde Cassini deuten darauf hin, dass der Saturnmond Titan, der vermutlich kein eigenes Magnetfeld besitzt, Reste von Saturns Magnetfeld halten kann, sobald er sich aus der Magnetosphäre des Planeten hinausbewegt.

Titan speichert Saturns Magnetfeld

Cassini entdeckt neue Ringe bei Saturn


Auf aktuellen Bildern der Raumsonde Cassini wurden Kreisbögen aus feinem Material auf den Umlaufbahnen der Saturnmonde Anthe und Methone entdeckt. Das Material erstreckt sich dabei auf der Umlaufbahn vor und hinter den Monden, umschließt aber Saturn nicht vollständig. Diese Korrelation zwischen der Position des jeweiligen Mondes und des Ringmaterials deutet darauf hin, dass die Monde die Quellen des Ringmaterials sind und gleichzeitig die Gravitation der bestimmende Faktor für die Form der Ringe ist, also darüber entscheidet, ob sich ein vollständig geschlossener Ring bilden kann oder nur ein Kreisbogen entsteht. Die beiden Monde Anthe und Methone befinden sich auf Umlaufbahnen, auf denen Bahnresonanzen mit dem größeren Mond Mimas wirken. Mimas stört regelmäßig und systematisch die beiden kleineren Monde, wodurch Anthe und Methone auf kleinen Abschnitten ihrer Bahnen vor und zurück pendeln. Die Bereiche dieser Pendelbewegungen fallen mit dem beobachteten Ringmaterial zusammen. Daraus ergibt sich, dass die beiden Ringe höchstwahrscheinlich aus Material der Monde bestehen, welches durch Einschläge von deren Oberfläche herausgeschleudert wurde. Die Gravitationswirkung von Mimas beeinflusst aber nicht nur die kleinen Monde selbst, sondern hält auch das herausgeschleuderte Material in diesem Bereich gefangen.
Methone’s Kreisbogen war schon früher mittels des Magnetospheric Imaging Instruments der Raumsonde Cassini entdeckt worden. Jetzt konnten erstmals optische Aufnahmen dieses Kreisbogens gewonnen werden. Anthe’s Kreisbogen war den Forschern bisher völlig unbekannt.
Cassini Images Ring Arcs Among Saturn’s Moons

Video: Cassini – Four Years of Discovery

YouTube – Cassini: Four Years of Discovery