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Archiv für Jupiter

NASA plant neue Jupiter-Sonde

Künstlerische Darstellung der Jupiter-Sonde Juno.
(NASA)

Im August 2011 soll die NASA-Raumsonde Juno zum Jupiter starten. Es ist die zweite Mission des sog. New Frontiers-Programms. Die Ankunft der Sonde ist für Oktober 2016 geplant. Juno soll in einen elliptischen polaren Orbit um Jupiter eintreten und sich dem Gasriesen bis auf 5.000 km nähern. Die Missionsziele von Juno sind die Erkundung des inneren Aufbaus von Jupiter, des extrem starken Magnetfelds mit seinen Strahlungsgürteln, der chemischen Zusammensetzung der oberen Atmosphäre und die Erforschung der Polarlichter. Dazu wird Juno mit einer Kamera und insgesamt neun wissenschaftlichen Instrumenten ausgerüstet sein.

NASA Prepares for New Juno Mission to Jupiter

Juno – NASA’s Second New Frontiers Mission to Jupiter

Jupiter's Kern

Der feste Kern des Jupiter könnte größer sein, als bislang angenommen wurde. Das vermuten Astronomen um Burkhard Militzer von der University of California in Berkeley anhand einer aufwändigen Computersimulation der Molekülbewegungen im Innern des Gasriesen. Demzufolge dürften schwere Elemente und Verbindungen wie Eisen, Wasser und Ammoniak zu einem metallisch-mineralischen Gebilde verdichtet sein, das die 16-fache Masse der Erde besitzt. Bislang hatte man angenommen, dass der Kern des Jupiter kleiner ist und es auf bestenfalls 7 Erdmassen bringt.
Jupiter’s rocky core bigger and icier, model predicts

A Massive Core in Jupiter Predicted From First-Principles Simulations

Jupiter – so scharf wie nie zuvor


Mit einem der 8,2-Meter-Teleskope der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile ist Astronomen die schärfste Aufnahme des Jupiter gelungen, die jemals mit einem erdgebundenen Teleskop gemacht wurde. An dem Teleskop war eine neuartige adaptive Optik installiert worden, die laufend zwei Leitsterne im Blick behält und anhand von deren Funkeln die Turbulenzen in der Erdatmosphäre erkennt. Daraufhin verformt es automatisch zwei kleinere Spiegel im Strahlengang des Teleskops, um diese Turbulenzen auszugleichen. Bei der Beobachtung des Jupiter fungierten seine Monde Europa und Io als “Leitsterne”. Von der Erde aus gesehen standen sie links und rechts des Gasplaneten.
Sharpening Up Jupiter

MAD: Multi-Conjugate Adaptive Optics Demonstrator

Jupiter: Pac Man-Spiel unter drei roten Flecken


Erst kürzlich aufgetaucht, hat ein kleiner roter Fleck in der Atmosphäre des Jupiter ein jähes Ende gefunden. Mit dem Weltraumteleskop Hubble wurde beobachtet, wie der Wirbelsturm zwischen den berühmten Großen Roten Fleck und “Red Spot Jr.” geriet und zwischen ihnen förmlich “zermalmt” wurde.
Three Red Spots Mix it Up on Jupiter

A rare Little Red Spot squeezes ‘through the eye of a needle’

Neuer roter Fleck auf Jupiter

Der Jupiter bekommt einen dritten roten Fleck. Neben dem bekannten Großen Roten Fleck und seinem jüngeren Cousin, dem “Roten Fleck Junior”, hat das Weltraumteleskop Hubble jetzt die Entstehung eines weiteren roten Wirbelsturms in der Atmosphäre des Gasplaneten entdeckt.
New Red Spot Appears on Jupiter

Staubring des Jupiter neu vermessen

Nicht nur der Saturn, auch der Jupiter hat einen Ring – und der ist viel größer als bisher angenommen. Das haben Forscher um Harald Krüger vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau gemeinsam mit Kollegen des Heidelberger Max-Planck-Instituts für Kernphysik und US-Kollegen um Douglas Hamilton von der University of Maryland entdeckt. Den Forschern gelang es erstmals, die um den Jupiter kreisenden Staubkörnchen zu vermessen. Sie nutzten dazu Daten der Raumsonde Galileo, die von 1995 bis 2003 durch das Jupitersystem geflogen war. Für die Bahnen, auf denen die Teilchen um den Jupiter kreisen, spielt nach den neuen Untersuchungsergebnissen der Schatten des Planeten eine größere Rolle als bisher gedacht. Auf der Tagseite werden die Staubpartikel durch die Sonneneinstrahlung positiv aufgeladen. Auf der Nachtseite dagegen tragen sie eine negative Ladung. Durch dieses komplizierte Wechselspiel wird die Bewegung der Teilchen maßgeblich bestimmt. Da elektrisch aufgeladene Staubteilchen auch bei der Geburt von Planeten eine entscheidende Rolle spielen, sind die Jupiterringe so etwas wie ein Labor, in dem bestimmte astrophysikalische Prozesse untersucht werden können.
Alle großen Planeten unseres Sonnensystems haben mehr oder weniger ausgeprägte Ringe aus Staubteilchen und Gesteinsbrocken. Während Saturns majestätische Ringe bereits in irdischen Hobby-Teleskopen sichtbar werden, sind die des Jupiter so hauchzart, dass sie selbst mit Raumsonden nur schwer zu fotografieren sind. So wurden die ersten Bilder der Jupiterringe auch erst Ende der 1970er Jahre von der Raumsonde Voyager 1 aufgenommen.
Staubige Begleiter durch Licht und Schatten

Hamilton, D.P. and H. Krüger: The sculpting of Jupiter’s gossamer rings by its shadow. Nature 453, 72-75. (PDF; 1.4 MB)

First Evidence of Jupiter Ring – Voyager 1, March 4, 1979

Jupiter Ring System – Voyager 2

Jupiters geheimnisvolle Polarlichter

Wissenschaftler aus Köln und Lüttich haben mit Hilfe des Weltraumteleskops Hubble spektakuläre Leuchtpunkte im Jupiterpolarlicht beobachten können. Starke Plasmawellen elektrisch geladener Teilchen, die vom Jupitermond Io erzeugt werden, strömen in die Jupiteratmosphäre und bringen sie damit zum Leuchten. Am Fuße der gestörten Magnetfeldlinie an Jupiters Polen ist dieses Phänomen als Leuchtpunkt zu erkennen.

UV Io footprint leading spot: A key feature for understanding the UV Io footprint multiplicity?

Volcanic moon's gassy mystery solved

Jupiter’s volcanic moon Io is veiled by a thin atmosphere, but how much its volcanoes and chunks of frozen gas contribute to its atmosphere has puzzled scientists for decades. The New Horizons spacecraft recently documented the moon’s glowing aurora, giving researchers a chance to solve the atmospheric mystery. About 1 to 3 percent of Io’s dayside atmosphere, it turns out, is created by the volcanoes. The rest is generated from frozen sulfur dioxide that has accumulated on the surface over the course of eons and turns directly into gas when warmed.
Mystery of Io’s Atmosphere Solved

Images Of Gases Escaping From Jupiter Moon Io

Boston University researchers have published the first clear evidence of how gases from Jupiter’s tiny moon’s volcanoes can lead to the largest visible gas cloud in the solar system.
In 1990, Boston University scientists discovered a large gas cloud of sodium atoms spanning great distances to either side of Jupiter.
http://www.bu.edu/news/2007/07/18/bu-researchers-produce-images-of-gases-escaping-from-jupiters-moon-io/

Jupiter changes its stripes

Jupiter’s cloud patterns are undergoing dramatic changes, as revealed by new images of the Hubble Space Telescope. Similar transformations of the giant planet’s clouds have been witnessed in the 1980s and early 1990s, but never in such detail – and they have never been explained. Hubble has been keeping an eye on Jupiter to provide context for close-up observations made by NASA’s New Horizons spacecraft, which flew by the solar system’s largest planet in February on its way to Pluto. At this time some changes were already evident. Then, between March 25 and June 5th, a white band in the planet’s northern hemisphere turned brown, while a gap in the cloud layer produced a serpent-shaped dark streak in the same area.
Hubble Catches Jupiter Changing Its Stripes