Das umfassendste digitale Höhenmodell der Erde haben amerikanische und japanische Wissenschaftler jetzt veröffentlicht. Basierend auf fast 1,3 Millionen Stereoaufnahmen des japanischen Instruments ASTER (Advanced Spaceborne Thermal Emission and Reflection Radiometer) an Bord des Satelliten Terra, zeigt die frei zugängliche Karte rund 99 Prozent der Erdoberfläche. Die horizontale Auflösung beträgt etwa 30 Meter pro Bildpunkt.
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Erfolgreicher Start von GOES-O
Gestern um 0:51 Uhr MESZ wurde mittels einer Delta IV-Rakete der Umweltsatellit GOES-O der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) erfolgreich ins All transportiert. Der Start erfolgte von der Startrampe LC-37B der Cape Canaveral Air Force Station in Florida.
Gegenüber älteren Satelliten ist GOES-O mit erheblich verbesserter Beobachtungstechnik für die Aufnahme hochauflösender Bilder von Wettersituationen und die Gewinnung von Messdaten von Erdoberfläche und Atmosphäre ausgestattet. Außerdem sind spezielle Instrumente zur Sonnen- und Weltraumwetterbeobachtung mit an Bord. Insbesondere der von Lockheed Martin gebaute Solar X-Ray Imager soll die Warnmöglichkeiten hinsichtlich von Strahlungsausbrüchen der Sonne erheblich verbessern.
NOAA – National Environmental Satellite, Data, and Information Service (NESDIS)
Formicula!
Mikroskop-Aufnahmen von Insekten sind ja immer wieder sehr beeindruckend. Das hier vorgestellte, zoombare 0,29 Gigapixel große Bild einer Ameise übertrifft jedoch alles, was man bisher gesehen hat. Es ist ein Stitch aus 136 verschiedenen Aufnahmen, die mit einem Rasterelektronenmikroskop mit 800facher Vergrößerung gemacht wurden.
SUNRISE in Nordkanada gelandet
Das am Montagmorgen mittels eines Heliumballons gestartete Sonnenteleskop SUNRISE (siehe: Erfolgreicher Start von SUNRISE) ist nach seiner fünftägigen Reise über das Polarmeer auf der Somersetinsel in Nordkanada gelandet. Zuvor hatte man den Heliumballon per Funk-Kommando von SUNRISE abgetrennt. Das Sonnenteleskop kehrte an einem Fallschirm zur Erde zurück; die Landung im bergigen Gelände der Somersetinsel erfolgte mittels Stoßdämpfern aus Wellpappe.
Während der letzten Tage hatte SUNRISE die Sonne beobachtet und dabei fast 5 Terabyte an Daten gesammelt.
Element 112 offiziell bestätigt
Im Periodensystem der chemischen Elemente gibt es ab sofort einen neuen Eintrag. Das bereits im Jahr 1996 am Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt erzeugte Element 112 ist nun auch offiziell als neues Element anerkannt. Die Darmstädter Forscher erhielten eine entsprechende Mitteilung der Internationalen Union für reine und angewandte Chemie (IUPAC).
Seit 1981 wurden am Helmholtzzentrum in Darmstadt die chemischen Elemente mit den Ordnungszahlen 107 bis 111 entdeckt. Diese tragen mittlerweile die Namen Bohrium, Hassium, Meitnerium, Darmstadtium und Roentgenium.
Erfolgreicher Start von SUNRISE
Die Mission SUNRISE ist am heutigen Montag erfolgreich von der europäischen Weltraumbasis Esrange im nordschwedischen Kiruna gestartet. Um 08:27 Uhr hob der Heliumballon mit einem Fassungsvermögen von etwa einer Million Kubikmetern von der Startbahn ab und trug das Observatorium, das unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) entstanden ist, in Richtung Stratosphäre. Neben weiteren Instrumenten befindet sich auf SUNRISE das größte Sonnenteleskop, das jemals den Erdboden verlassen hat. Die Wissenschaftler werden damit die Magnetfelder des Sterns mit niemals zuvor erreichter Genauigkeit beobachten.
SUNRISE schwebt der Sonne entgegen
Die Sonne im Visier – deutsches Teleskop Sunrise zur Mission aufgebrochen
Unter dem antarktischen Eis verbergen sich alpine Landschaften
Unter dem kilometerdicken Eis der Antarktis verbergen sich neuesten Erkenntnissen zufolge Landschaften, die den Alpen gleichen. Vor Jahrmillionen hätten sich dort auch Flüsse durch schroffe Bergtäler gewunden, heißt es in einer Studie chinesischer, britischer und japanischer Forscher.
Wie die Gletscherexperten im Fachmagazin “Nature” berichten, drangen sie zwischen 2004 und 2008 in zwei Expeditionen in die “Dome Argus” genannte Hochebene der Antarktis vor. “Dome Argus” befindet sich knapp 4.100 Meter über dem Meeresspiegel. Die Gegend gilt als eine der kältesten und zugleich unzugänglichsten der Erde – die Durchschnittstemperatur liegt hier bei minus 58 Grad Celsius.
Mit tief reichenden Radargeräten untersuchten die Forscher ein 30 Quadratkilometer großes Gebiet. Unter dem bis zu drei Kilometer dicken Eis befindet sich dort das Gamburzew-Gebirge. Die Radaruntersuchungen zeigten eine klassische alpine Topographie. Früher durchschnitten Flusstäler die Berge, dann wurden diese Täler durch Gletscher weiter vertieft.
Die Studie lieferte außerdem weitere Einblicke in die Entwicklung der Polarkappen. Demnach gab es im Eozän vor 34 Millionen bis 52 Millionen Jahren eine erste Abkühlung, bei der die Gipfel des Gamburzew-Gebirges auch als erstes vergletscherten. Darauf folgten weitere Kältephasen. Zudem formte sich ein Kältestrom rund um die Antarktis.
The Gamburtsev mountains and the origin and early evolution of the Antarctic Ice Sheet
Europäischer Satellit GOCE erfolgreich gestartet
Im vierten Anlauf ist der europäische Satellit GOCE (Gravity Field and steady-state Ocean Circulation Explorer) nun doch noch erfolgreich gestartet: er wurde heute um 15:21 Uhr MEZ mit Hilfe einer Rockot-Trägerrakete vom russischen Raumfahrtzentrum Plesetsk aus ins All geschossen. GOCE soll aus einer Umlaufbahn in nur 260 Kilometern Höhe das Schwerefeld der Erde so exakt wie nie zuvor vermessen und wertvolle Erkenntnisse für die Klima- und Vulkanforschung liefern. Mit dem Start des Satelliten, der mit einem Ionenantrieb gesteuert wird, hat die ESA ein neues Kapitel in der Geschichte der Erdbeobachtung aufgeschlagen.
Die ESA startet mit GOCE ihren ersten Erdforschungssatelliten
Mainzer Forscher grenzen Vorkommensbereich des Higgs-Teilchens ein
Für ihre Suche nach dem Higgs-Teilchen haben Forscher um Professor Volker Büscher vom Institut für Physik der Universität Mainz jetzt entscheidende neue Anhaltspunkte bekommen. Mit Hilfe von Experimenten im Tevatron-Beschleuniger am Fermilab bei Chicago konnten sie den Bereich, in dem das Higgs-Boson vermutlich zu finden ist, deutlich eingrenzen. Bisher war bekannt, dass die Masse des Higgs-Teilchens nicht unter einem Wert von 114 Giga-Elektronenvolt (GeV) liegen kann, das Teilchen also mehr als 114 Mal so schwer sein muss wie ein Proton. Als Obergrenze wurden bislang 185 GeV angenommen. Die neuen Ergebnisse lassen nun den Schluss zu, dass die Masse des Higgs-Bosons tatsächlich nicht weit von der 114-GeV-Grenze entfernt liegt.
Physiker erzeugen einzelne Top-Quarks
Zwei internationalen Forschergruppen ist es gelungen, eine wichtige Vorhersage der Teilchenphysik zu bestätigen. Bei ihren Experimenten im Tevatron-Beschleunigerring des Fermi National Accelerator Laboratory bei Chicago konnten sie verfolgen, wie aus der Kollision von Protonen und Antiprotonen einzelne Top-Quarks hervorgingen. Das Top-Quark ist ein Verwandter der Up- und Down-Quarks, die den Grundstoff für die Atomkerne liefern. Allerdings vereint das Top-Quark in sich eine Masse, die an die eines vollständigen Goldkernes heranreicht. Top-Quarks wurden bereits in den 1990er-Jahren erzeugt, bislang jedoch stets paarweise. Nach dem Standardmodell der Teilchenphysik, das die Elementarteilchen und die zwischen ihnen wirkenden Kräfte beschreibt, sollte auch die Erzeugung einzelner Exemplare möglich sein.
Fermilab collider experiments discover rare single top quark