Über die meisten bekannten extrasolaren Planeten wissen Astronomen relativ wenig. Nur wenn der Planet von der Erde aus betrachtet gerade vor seiner Sonne vorüberzieht, lässt sich ein wenig mehr über die ferne Welt herausfinden. Der Planet um den Stern HD 189733 ist ein solcher Transitplanet. Das Weltraumteleskop Hubble hat diesen Exoplaneten kürzlich ins Visier genommen und Hinweise auf eine dunstige Atmosphäre gefunden.
Hazy red sunset on extrasolar planet
Kategorie: Exoplaneten
Erster Nachweis einer Exoplanetenatmosphäre
Seth Redfield, einem Astronomen der University of Texas, gelang mit dem Hobby-Eberly Teleskop (HET) am McDonald Observatorium in Texas erstmals der Nachweis einer Atmosphäre um einen Planeten außerhalb unseres Sonnesystems.
Texas Astronomer Makes First Ground-Based Detection of Extra-Solar Planet Atmosphere with HET
Spitzer entdeckt stellares Wunderkind
Mit Hilfe des Infrarot-Weltraumteleskops Spitzer haben Astronomen einen erst eine Million Jahre alten Stern entdeckt, der trotz seines geringen Alters schon von Planeten umkreist werden könnte. Der Stern ist nämlich von einer dicken Gas- und Staubscheibe umgeben, die eine große Lücke aufweist. Dafür könnten Planeten die Ursache sein.
Probing the nurseries of miniature planetary systems
New research led by a University of St. Andrews astronomer has found evidence for what might be the raw material for the beginning of shrunken versions of our solar system – miniature worlds in the making.
http://www.st-andrews.ac.uk/news/archive/2007/Title,17601,en.html
Planeten-Kollisionen in den Plejaden
Die Plejaden sind eine der schönsten Erscheinungen am Nachthimmel. Der friedliche Schein der „Sieben Schwestern“ trügt allerdings. Der sonnenähnliche Stern HD 23514 in dem Sternhaufen ist von warmem Staub umgeben, wie er auf Zusammenstöße zwischen terrestrischen Planeten zurückgeht.
Astronomers Spot Evidence for Colliding Planet Embryos in Famous Star Cluster
Planets forming in Pleiades star cluster, astronomers report
Fünfter Planet um 55 Cancri entdeckt
Heute hat ein Team amerikanischer Astronomen die Entdeckung eines fünften Planeten um den Stern 55 Cancri bekanntgegeben. Der erste Planet um 55 Cancri wurde 1996 von Professor Geoffrey Marcy und seinem Kollegen Paul Butler von der University of California in Berkeley entdeckt. Der Planet umrundet den Stern alle 14,6 Tage. Im Jahr 2002 wurde der zweite Planet um den Stern aufgespürt. Er umrundet seine Sonne in einem Jupiter-ähnlichen Abstand und besitzt die vierfache Masse des Jupiter. Im gleichen Jahr wurde auch ein dritter Planet von etwa halber Saturngröße entdeckt, der den Stern alle 44 Tage umkreist. 2004 schließlich spürte man einen Planeten von Neptungröße auf, der so dicht an 55 Cancri liegt, dass er nur 2,8 Tage für eine Umrundung benötigt. Der nun entdeckte fünfte Planet ist etwa halb so groß wie der Saturn und hat einen Abstand von 0,785 Astronomischen Einheiten. Er benötigt 260,8 Tage für einen Umlauf. Da 55 Cancri älter und leuchtschwächer als unsere Sonne ist, liegt dieser Planet in der sog. habitablen Zone, so dass auf seinen möglicherweise vorhandenen Monden flüssiges Wasser existieren könnte. Das Cancri-System befindet sich 41 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Krebs.
Record 5th planet found around nearby star
Debra A. Fischer, Geoffrey W. Marcy et al.: Five Planets Orbiting 55 Cancri
Scientists Discover Record Fifth Planet Orbiting Nearby Star
Drei neue Exoplaneten
Britische Astronomen um Coel Hellier von der Keele University vermelden die Entdeckung von drei extrasolaren Planeten. Die drei Neulinge umkreisen Sterne, die 727 bis 970 Lichtjahre von uns entfernt sind. Alle drei Planeten sind Gasriesen ähnlich dem Jupiter, die ihren Sternen sehr nahe kommen und daher für einen Umlauf kaum zwei Erdtage benötigen. Aufgrund dieser großen Nähe zu ihren Zentralgestirnen dürften sie Oberflächentemperaturen von etwa 2.000 Grad Celsius aufweisen. Hellier und Kollegen fanden die drei Exoplaneten im Rahmen des Programms WASP (Wide Angle Search for Planets). Dabei werden mit Teleskopen auf den Kanaren und in Südafrika systematisch große Abschnitte des Nachthimmels beobachtet.
Star System Just Right For Building An Earth
An Earth-like planet is likely forming 424 light-years away in a star system called HD 113766, say astronomers using NASA’s Spitzer Space Telescope. Scientists have discovered a huge belt of warm dust – enough to build a Mars-size planet or larger – swirling around a distant star that is just slightly more massive than our sun. The dust belt, which they suspect is clumping together into planets, is located in the middle of the system’s terrestrial habitable zone.
APL Astronomer Spies Conditions ‚Just Right‘ for Building an Earth
Raumsonden-"Recycling"
Stardust besucht Tempel 1, Deep Impact den Kometen Boethin.
Vor zwei Jahren feuerte die NASA-Sonde Deep Impact ein Kupfergeschoss in den Kometen Tempel 1 und sorgte damit für eine gewaltige Detonation auf dem kilometergroßen Klumpen aus Eis und Gestein. Eigentlich sollte die Sonde danach in den Krater blicken, um mehr über die Struktur des Kometen zu erfahren. Doch die Trümmerwolke war so dicht, dass es nicht dazu kam. Nun soll die Raumsonde Stardust diesen Job übernehmen. Stardust flog im Januar 2004 am Kometen Wild 2 vorbei, sammelte dabei Tausende Staubpartikel ein und brachte diese, verschlossen in einer Landekapsel, zur Erde zurück. Da nur wenige Kurskorrekturen nötig waren, befindet sich nach der eigentlichen Mission von Stardust noch genügend Treibstoff im Tank. Mit dem Namenszusatz NExT (für „New Exploration of Tempel 1“) soll die Sonde den Kometen Tempel 1 im Jahr 2011 erreichen. Bis dahin wird sich der vom Deep Impact-Projektil aufgewirbelte Staub gelegt haben und die Sicht auf den Krater freigeben. Die Kosten für dieses „Missionsrecycling“ betragen weniger als 15 Prozent derjenigen einer komplett neuen Raumsonde.
Auch Deep Impact wird mit weiteren Missionen betraut: zum einen wird die Sonde im Dezember 2008 am Kometen Boethin vorbeifliegen und seinen Kern aus der Nähe untersuchen (DIXI = Deep Impact eXtended Investigation of Comets), zum anderen werden die Kameras an Bord die bekannten Gasriesen benachbarter Sterne beobachten und dort nach Monden oder Ringen suchen (EPOCh = Extrasolar Planet Observations and Characterization).
Blowing a Hole in a Comet: Take 2
NASA Announces Discovery Program Selections
Turbulente Strömungen helfen bei Planetengeburt
Planeten werden aus kosmischen Gas- und Staubwolken geboren. Darin bilden sich im Lauf der Zeit kleine Materiebrocken, die dann zu Bausteinen von der Größe eines Asteroiden verklumpen. Ein internationales Team – darunter Forscher des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg – hat nun simuliert, wie diese Asteroiden zu Planeten heranwachsen. Eine wichtige Rolle dabei spielen turbulente Strömungen in der zirkumstellaren Scheibe.
Wie Planeten trotz widriger Umstände innerhalb kurzer Zeit entstehen können
